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Erste Schritte in Holland

Als Mitglied der EU unterliegt die Niederlande dem Freizügigkeitsgesetz. Dies erlaubt und ermöglicht es deutschen Staatsbürgern in den Niederlanden zu leben und zu arbeiten.

Für einen Aufenthalt in den Niederlanden von bis zu 3 Monaten ist dafür nur ein gültiger Personalausweis oder Reisepass nötig. Erst nach diesen 3 Monaten muss man sich an seinem neuen Wohnort bei der Gemeinde registrieren lassen. Eine Registrierung beim Immigratie- en Naturalisatiedienst, der Einwanderungsbehörde, ist für Bürger der EU und der Schweiz seit 2014 nicht mehr notwendig.

Falls man ökonomisch nicht aktiv ist, also nicht arbeitet, müssen eine Krankenversicherung und genügend finanzielle Mittel zum Leben nachgewiesen werden.

 

Anmeldung bei der Gemeinde

Möchte man länger als 4 Monate bzw. dauerhaft in den Niederlanden wohnen und auch arbeiten, ist man im Prinzip verpflichtet sich innerhalb von 5 Tagen bei der Gemeinde anzumelden. Bei der Anmeldung erhält man die "burgerservicenummer", die sogenannte BSN. Diese Nummer braucht man am Anfang eigentlich überall. Beim Arbeitgeber, beim Finanzamt, bei der Krankenversicherung, bei der Eröffnung eines Bankkontos und vielen anderen Behörden.

Zur Anmeldung bei der Gemeinde benötigt man seinen Reisepass bzw. Personalausweis und einen Nachweis für die Wohnadresse, z.B. einen Mietvertrag. Manche Gemeinden möchten auch noch eine Kopie der Geburtsurkunde und gegebenenfalls der Heiratsurkunde haben. Es ist notwendig, dass alle Personen persönlich zur Anmeldung erscheinen.

 

Sobald man bei der Gemeinde registriert ist, hat dies auch Konsequenzen für das Fahren mit einem deutschen Auto. Es muss dann nämlich offiziell nach Holland eingeführt werden oder man bezahlt zumindest niederländische KFZ-Steuer.

 

 

BSN ohne Wohnsitz

Wenn man am Anfang noch keine richtige Wohnadresse hat mit der man sich anmelden kann bzw. noch auf der Wohnungssuche ist, kann man dennoch bereits eine Burgerservicenummer BSN beantragen. Den Antrag kann man bei 19 Gemeinden in de Niederlanden stellen, offziell heißt das dann "registratie van niet-ingezetenen".

Möglich ist der Antrag bei der Gemeindeverwaltung von Alkmaar, Almelo, Amsterdam, Breda, Den Haag, Doetinchem, Eindhoven, Goes, Groningen, Heerlen, Leeuwarden, Leiden, Nijmegen, Rotterdam, Terneuzen, Utrecht, Venlo, Westland und Zwolle.

 

 

In der Praxis

Praktisch heißt das, für die meisten Auswanderungswilligen, dass zuerst ein Arbeitsplatz und eine Wohnung gesucht werden muss. Wenn man nicht über ein größeres finanzielles Polster verfügt, kommt der Arbeitsplatz an erster Stelle. Denn ohne Einkommen, hält man in den Niederlanden nicht lange durch. Außerdem ist es ziemlich schwer eine Wohnung zu mieten, wenn man keinen Arbeitsvertrag vorweisen kann.

Eventuell kann man bereits von Deutschland aus einen Job suchen. Wenn man in Grenznähe wohnt, ist dies meist recht einfach. Ansonsten kann man versuchen einige Vorstellungsgespräche zeitlich zusammenzulegen und bei einem Kurzaufenthalt mehrere potentielle Arbeitgeber zu besuchen. Eine gute Möglichkeit kann auch sein, sich für einige Wochen eine Ferienwohnung zu mieten und den Arbeitsmarkt zu erkunden.

 

 

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