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Alltag in Holland
im Nach Holland Blog

Auch in Holland haben wir lange auf den Frühling gewartet. Die zwei Tage im März, an denen wir mal kurz Frühlingsluft schnuppern durften, machten das kalte und graue Wetter danach nur noch schwerer erträglich.

Aber jetzt ist er wirklich da, der Frühling. Die Bäume explodieren regelrecht und von einem Tag auf den anderen gibt es Knospen und Blatttriebe, wo vorher nur kahle Äste waren. Schön ist es und Fotomotive sind an jeder Ecke zu finden.

fruehling15

Auf Deutsch macht dieser Satz nicht so richtig viel Sinn, im Niederländischen inzwischen aber schon. Zumindest in der Gegend um Rotterdam hört man „een kapsalon, graag!“  ziemlich oft. Jetzt aber nicht beim Frisör, wie man vielleicht vermuten könnte (kapsalon = Frisörsalon). Nein, einen kapsalon bestellt man in einer Imbissstube.

Ich sehe schon die Fragezeichen um eure Köpfe schwirren, aber Aufklärung naht.

kapsalon

Erst kürzlich stand es wieder in allen Zeitungen, in den Niederlanden sind EU-weit die meisten Haushalte online. Ganze 94 % aller Haushalte haben einen Internetanschluss, in Deutschland sind das nur 83 %. Kleine 7 % aller Niederländer zwischen 16 und 74 Jahren haben das Internet noch nie genutzt.

In einigen Städten wird sogar ein gratis WLAN Zugang auf der Straße und auf Plätzen angeboten. Nur was ich bei meiner Recherche für diesen Artikel festgestellt habe, herauszufinden wo genau, ist gar nicht so einfach.

Zakenman E

Fietsparkeren2

Entgegen jeglichen Klischees, sind es nicht die Windmühlen, Tulpen oder Klompen die Holland prägen. Und auch nicht die Wohnwägen oder Oranje T-shirts. Nein, es sind eindeutig de fietsen - die Fahrräder.

Sie sind überall, in großen Mengen und in vielen Ausführungen. Sie stehen an jeder Ecke, vor jedem Laden und kommen überraschend um jede Ecke.
Die Niederländer sind Meister im Fahrrad fahren. Sie radeln mit Taschen voller Einkäufe, ein Kind vorne, ein Kind hinten und telefonieren nebenher noch mit dem Handy. Und gegen jeglicher Erwartung sieht man ganz selten Radfahrer blutend auf der Straße liegen.

Es ist wieder Urlaubszeit in Holland und die Touristen sind unterwegs. An der Kasse im Supermarkt sind sie sehr leicht zu erkennen, selbst wenn sie den Mund nicht aufmachen. Sie zahlen nämlich mit großen Scheinen. Und mit groß meine ich jetzt z.B. einen Hunderter.

geldWas in Deutschland die normalste Sache der Welt ist, daß man nämlich mit 100-Euro-Scheinen bezahlt, gibt es in den Niederlanden sehr selten. Sicher nicht, weil alles viel billiger wäre und man deswegen nicht in die Nähe eines so großen Betrages käme. Es sind einfach keine im Umlauf, außer eben mitgebracht aus dem Ausland. Ein niederländischer Geldautomat spuckt nämlich keine Hunderter aus, von größeren Scheinen will ich gar nicht erst anfangen. Ein 50-Euro-Schein ist das Maximum, selbst wenn man einen weit größeren Betrag abhebt.

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