Ah! Das Strandhotel ist eines dieser Hotels, wo einem dieser Laut ständig über die Lippen kommt. Es ist nicht unglaublicher Luxus, der mir entgegenschlägt und mich zu diesen emotionalen Ausrufen verleitet. Es ist mehr die Freude, die mich überkommt.

Natur und Ruhe suche ich in Ameland. Dazu ein Hotelzimmer, das mir erlaubt genau das zu genießen. Ein angenehmes Ambiente, das Lust macht auf mehr. Wie schön ist es, wenn Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar noch übertroffen werden.

Strandhotel Buren aan Zee auf Ameland

Der Aufenthalt ist nur kurz, sehr kurz. Ein schnelles Kennenlernen, ein Reinschnuppern ins Inselleben. Es ist meine erste niederländische Watteninsel, irgendwie hat es bisher nie mit einem Besuch geklappt. Umso größer ist schon die Vorfreude.

Das Taxi, das uns vom Hafen abholt, lässt ein Dorf nach dem anderen hinter sich. Die zwei Jungs, die vor uns sitzen, lässt der Fahrer an einem der Mobilheime raus, die zum Ferienpark Klein Vaarwater gehören. Unzählige Sträßchen mit Buchstaben und Nummern, die der Fahrer scheinbar auswendig kennt.

Neue große Ferienhäuser gibt es hier mit Garten und Terrasse, aber auch Kleinere und eben Mobilheime in allen Ausführungen. Viele Häuser sind scheinbar in privater Hand, so individuell, wie sie gestaltet sind. Von modernem Design bis hin zur Gartenzwergidylle lässt sich hier alles finden.

Ferienpark Klein Vaarwater auf Ameland

Auch ein kleines Hallenbad, ein Restaurant und ein Supermarkt gehören zum Ferienpark und irgendwo gibt es auch noch einen Platz für Zelt und Wohnwagen. Das lassen wir aber im wahrsten Sinne des Wortes links liegen. Unser Taxi biegt wieder ein auf den Hauptweg und macht sich auf Richtung Hotel.

Dort, ganz am Ende der Straße, die zum Strand führt, taucht es auf. Schon mitten in den Dünen und ohne Nachbarn ringsum. Mit Verkehrslärm müssen wir hier ganz bestimmt nicht rechnen. Es ist schön. Es ist ruhig. Das erste Ah!

Mit unserem Gepäck bewaffnet marschieren wir Richtung Hoteleingang und sind recht neugierig, wie das mit dem Einchecken funktionieren wird. Die Rezeption ist abends nicht besetzt, wurde uns im Vorfeld mitgeteilt, aber nicht wie wir dann zu unserem Schlüssel kommen würden. Aber es gibt keinen Grund zur Sorge. Die Eingangshalle ist zwar menschenleer, jedoch ist der Umschlag an der Rezeption nicht zu übersehen. Ein nettes Begrüßungsschreiben und die Schlüsselkarten für unser Zimmer kommen zum Vorschein - eingecheckt.

strandhotel hotel

27 Zimmer hat das Strandhotel und die Nr. 27 im obersten Stock ist unseres. Kaum haben wir die Zimmertür geöffnet ist es da, das zweite Ah! Das ist kein schnödes Hotelzimmer, das ist ein ganzes Apartment. Ein Wohn-Esszimmer mit einer Küchenzeile und ein extra Schlafzimmer mit Zugang zum Bad. Die Duschkabine erinnert mich an eine Raumkapsel mit allerlei Knöpfen und Düsen, aber das Massage Duscherlebnis muss noch warten.

Das Allerschönste ist aber der Wohnbereich. Schöne Möbel ohne Firlefanz, genügend Platz zum Sitzen und Lümmeln und vor allem eine wundervolle Aussicht auf die Dünen und das Meer. Ah!

Durch die große Schiebetür kommt man auf den Balkon, der hier im obersten Stock, bedingt durch die Bauweise, eher ein Balkönchen ist. Man könnte da zwar auch sitzen, aber eigentlich ist es sehr schmal und nicht sehr einladend. Aber einen Balkon brauchen wir auch gar nicht. Durch die Glasflächen und die große Schiebetür ist das ganze Wohnzimmer Balkon.

Zimmer im Strandhotel Buren aan Zee

Aussicht vom Strandhotel Buren aan Zee

Auf der Kommode finden wir die Schlüssel für unsere Leihfahrräder, die vor der Tür warten. Erst noch ein paar E-Mails checken, kostenloses WLAN im Zimmer gibt es selbstverständlich auch, dann geht’s aufs Fahrrad für eine kleine abendliche Tour.

Die Bewegung an der frischen Luft lässt uns später göttlich schlafen. Weder Berufsverkehr noch Türen-knallenden Nachbarn wecken uns am nächsten Morgen. Die Vorfreude auf das Frühstücksbuffet treibt mich aus den Federn. Zu Hause besteht mein Frühstück oft nur aus einer Tasse Kaffee, im Hotel könnte ich morgens stundenlang essen. Ich liebe die Auswahl, die Abwechslung von herzhaft und süß und die Gewissheit, dass den Abwasch hinterher jemand anders übernimmt.

Im Strandhotel gönne ich mir erst einmal ein frisches Rührei mit Speck. Selbst gerührt und gebraten an der Frühstückseier-Selbermach-Station. Eigentlich lass ich mich ja auch mal sehr gerne bedienen, aber das selber zubereiten macht hier richtig Spaß. Danach noch ein bisschen Süßkram und frisches Obst für die Vitamine, und der Tag kann beginnen.

Und der hat es in sich. Eine Radtour rund um die Insel Ameland steht auf dem Programm und ihr dürft euch schon mal auf die Fotos freuen.

Frühstück im Strandhotel Buren aan Zee

Hotelinfos

Strandhotel Buren aan Zee, Strandweg 85, Buren Ameland

3-Sterne Hotel mit Wellnessbereich, den man gegen Gebühr für sich reservieren kann (leider nicht gesehen und getestet), dazu freie Nutzung des Hallenbads im Ferienpark Klein Vaarwater.

Preise je nach Zimmergröße, Ausstattung und Saison zwischen 91,50 und 139,- Euro für ein Doppelzimmer inkl. Frühstück; WLAN im Zimmer und ein Parkplatz vor dem Haus gibt es kostenlos dazu.

In manchen Zimmern ist ein Hund gestattet, dafür werden 10,- Euro extra berechnet.

Die Zimmer können über die Website des Hotels oder z.B. booking.com* gebucht werden.

 

Mein persönliches Plus und Minus:

+ geniale Aussicht
+ sehr ruhig und gute Luft
+ gratis WLAN
+ viel Platz
+ leckeres Frühstück mit sehr gutem Kaffee
+ freundliches und unkompliziertes Personal
- Mini Waschbecken in einem großen Waschtisch
- keine Verdunklungsvorhänge im Schlafzimmer

Fazit: Ah! Wirklich empfehlenswert und ich komme sicher wieder, schließlich muss die Sauna noch getestet werden.

Der Strand auf Ameland  

Hinweis: Der Besuch auf Ameland war Teil einer Recherchereise, bei der ich freundlicherweise von Beleef Friesland, dem VVV Ameland und dem Niederländischen Büro für Tourismus & Convention unterstützt wurde. Ein herzliches Dankeschön an das  Strandhotel Buren aan Zee für die Einladung. 

 

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