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Kunst, Kultur und Architektur
im Nach Holland Blog

Wer sich für Dutch Design interessiert, kennt seinen Namen ganz bestimmt. Marcel Wanders ist schon seit 25 Jahren im Geschäft und zählt zu den bekanntesten und renommiertesten Vertretern seiner Zunft.

Und das nicht nur in den Niederlanden. Seine Entwürfe haben auch den Weg in sehr bekannte internationale Museen, wie das San Francisco Museum of Modern Art und das Museum of Modern Art in New York gefunden.

Bis nach Amerika muss man aber nicht, wenn man Marcel Wanders Designerstücke sehen will. Amsterdam reicht auch schon.

wanders

Wenige Ausstellungen in letzter Zeit haben mich so begeistert wie diese. Vielleicht, weil sie den kindlichen Spieltrieb in mir anspricht. Zumindest der Dreikäsehoch, der da auch herumwuselte, begeisterte sich deutlich sichtbar genauso sehr über diese roboterartigen Installationen, wie ich.

Der Künstler Christiaan Zwanikken erweckt u.a. Tierskelette mit interaktiver Technik zu neuem Leben. Geräusche, Musik und Stimmen machen die kinetischen Kunstinstallationen auch akustisch zu einem absoluten Erlebnis. Nicht gruselig, abstoßend oder makaber, sondern faszinierend schön.

valkhof ausstellung wildschwein

Sie kommen! Monster, wohin man blickt. Sie sind überall, sie haben das Museum regelrecht überrannt. Aufgerissene Münder, Maschinengewehre statt Köpfe und von Beulen übersäte Körper umgeben mich.

ARRRGH! Monsters in Fashion hat nach Athen und Paris jetzt das Centraal Museum in Utrecht heimgesucht. Wir können nur hoffen, dass die Monster wieder aus dem Museum entkommen und dass sich dieser Modetrend nicht durchsetzen wird. Zumindest nicht außerhalb Lady Gaga’s Bühnenshow.

monster

Ganz tief hinunter, in den stählernen Bauch des Schiffes, zieht es uns. Dort wo es nach Diesel und Schmieröl riecht und der Maschinenlärm in unseren Ohren dröhnt. Zugegeben, der Maschinenlärm kommt inzwischen vom Band und hört nach kurzer Zeit wieder auf, aber der Geruch bleibt vermutlich für immer.

Beeindruckende Kessel und Turbinen gibt es hier unten, 6 m unter der Wasseroberfläche. Ich sehe den Maschinisten regelrecht vor mir, wie er am blank polierten Steuerpanel steht und am Rad dreht, wenn der Kapitän in der Kommandozentrale das Kommando „volle Kraft voraus“ gibt.

Aber die SS Rotterdam bewegt sich keinen Meter vorwärts, der ehemalige Passagierdampfer bleibt fest an seinem Liegeplatz in Rotterdam verankert. Traurig bin ich darüber aber nicht, denn sonst könnte ich keine Entdeckungstour durch das ganze Schiff unternehmen.

rotterdam steuer

Der Himmel sieht nicht vielversprechend aus, zwischen hellerem Grau gibt es auch sehr viel Dunkles. Regen liegt in der Luft. Dennoch entscheiden wir uns für den Bus Nr. 9, der uns nur bis zum südlichen Eingang des Nationalparks Hoge Veluwe bringt.

Die kleine Radtour durch Wälder und blühende Heidefelder wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Das dunkle Grün der Bäume, das sanfte Gelb der Sandflächen mit dem kräftigen Lila des Heidekrauts bietet den richtigen Auftakt für die Kunst Van Goghs, die uns im Kröller-Müller Museum erwartet.

Eingang Kröller-Müller Museum

„Erleben Sie Holland an einem Tag“, ist einer der Slogans auf der deutschen Website des Freilichtmuseums in Arnhem. Das mit dem Tag sollte man wirklich wörtlich nehmen. Denn einen ganzen Tag braucht man auf alle Fälle, um auch nur annähernd alles zu sehen.

Und verpassen sollte man wirklich nichts. Überall gibt es Interessantes zu entdecken und man ist mitten drin in der Geschichte. Im Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert duftet es herrlich nach gebratenem Speck, da die Bauersfrau gerade kocht und in der alten Schmiede prasselt das Feuer, während der Schmied und sein Geselle das glühende Eisen bearbeiten.

Openlucht Museum in Arnhem

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