Wer kennt es nicht, dieses Wanderlied, mit dem man am Wandertag der Schule singend durch Wald und Wiese marschierte. 

wandernGut, spätestens nach der ersten Strophe, kannte man den Text nicht mehr und nach der 4. Klasse war singen an sich nicht mehr so angesagt. Aber gewandert wurde, ob mit der Schule oder später dann in der Freizeit, z.B. bei einem Volkswandertag.

Was aber gerade in Nijmegen bei den Vierdaagse geschieht, hat mit einem Volkswandertag, wie man ihn in Deutschland kennt, gar nichts zu tun. Das ist ein Spektakel mit über 40.000 (in Worten vierzigtausend) Teilnehmern, die 4 Tage lang 30, 40 oder 50 km zurücklegen - täglich.

 

Ihren Ursprung haben die Nijmeegse Vierdaagse im Jahr 1907, als der Leutnant C. Viehoff aus Arnhem auf die Idee kam, in 4 Tagen zu den Sporttagen nach Breda zu marschieren. Der Nederlandsche Bond voor Lichamelijke Opvoeding (NbvLO) griff die Idee auf und organisierte 1909 die ersten Vierdaagse, wobei 306 Teilnehmer 150 km von Kaserne zu Kaserne zurücklegten.

Im Laufe der Jahre wurde das Wanderereignis immer populärer und obwohl immer noch viele militäre Gruppen mitmachen, ist es inzwischen doch eine hauptsächlich zivile Veranstaltung. Auch viele ausländische Gruppen und auch Einzelpersonen laufen inzwischen mit und 2004 mußte sogar zum ersten Mal die Teilnehmerzahl, auf damals 47.000, beschränkt werden.

vierdaagse

Gestern startete nun die 96. Vierdaagse, mit Strecken von 30, 40 und 50 km, die 4 Tage lang gelaufen werden müssen. Jeden Tag führen die Strecken durch einen anderen Ort in der Umgebung von Nijmegen. Jeder Ort organisiert während der 4 Tage ein vielseitiges Programm mit Straßentheater und sehr viel Musik, ein großes Volksfest für die ganze Umgebung.

Am Freitag laufen die Teilnehmer dann über die 'Via Gladiola', in der sie traditionell mit Gladiolen als Zeichen von Kraft und Sieg von den Zuschauern beschenkt werden, ihrem Zielpunkt entgegen. Als Belohnung erhalten sie das begehrte 'Vierdaagse-kruisje', eine Medaille, die je nach Anzahl der Teilnahmen noch extra verziert ist.

 

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Kommentare  
#1 Alexandra 2012-07-19 10:42
De Vierdaagse ist schon ein Phänomen (buurtaal.de/.../...). Mir persönlich reizen solche Massen-Events nicht wirklich. Trotzdem finde ich es schön, wenigstens einmal mitgemacht zu haben ;-)
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#2 Alexandra 2012-07-19 10:43
*Mich* personlich ....
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#3 Simone 2012-07-19 10:57
Nichts gegen wandern. Aber das sind mir definitief zu viele Leute. Da bekomme ich schon Stress, wenn ich nur die Bilder anschaue.
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#4 Huub 2012-08-03 12:10
Eigentlich bin ich ein absolut leidenschaftlicher Wanderfan, aber das sind eindeutig zu viele Menschen.

Beim Wandern macht doch gerade die Einsamkeit auf dem Weg und dann eventuell das Zusammentreffen am Ziel oder auf der Hütte das Besondere aus. Wenn ich solche Massen brauche, gehe ich irgendwo feiern oder ins Stadion. Die Ruhe des Wanders ist so leider nicht gegeben.

Trotdzdem ein netter Artikel, der eine schöne Route beschreibt. Mein kleiner Tipp trotzdem: Geht die Route außerhalb des Vierdagsees.

Wesentlich erholsamer der Weg dann... .

Besten Gruß
Huub
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