Nein, es geht nicht um die bekannte Zoo TV-Sendung über den Leipziger Zoo. Aber um einen Zoo geht es schon, nämlich den in Rotterdam.

Der Diergaarde Blijdorp, wie er offiziell heißt, ist definitiv einen Besuch wert. Und dass sicher nicht nur mit Kindern, auch mir (den Kinderschuhen schon etwas entwachsen) gefällt er immer wieder. Und nicht nur mir, denn er hat gerade, im 2. Jahr in Folge, den Zoover Award für den besten Zoo in den Niederlanden bekommen.

giraffen

Der Rotterdamer Zoo ist nach Erdteilen eingeteilt und so kann man, während einem Besuch, eine richtige Weltreise machen. Und man kann sich, wie bei einer richtigen Weltreise, richtig schön verlaufen. Und das mein ich absolut positiv, denn wenn man die Hauptwege verlässt und die kleinen Abzweigungen einschlägt, gibt es überall noch etwas zu entdecken. Angst etwas zu verpassen, sollte man also besser nicht haben, denn das wird man auf alle Fälle, außer man nimmt sich mehre Tage Zeit.

Was man sicher nicht verpassen sollte, ist das 2001 neu gebaute Oceanium. Gleich neben dem Haupteingang ist die überdachte Unterwasserwelt zu finden. Empfangen wird man am Eingang durch die Seelöwen, dann geht es über die Nordsee-Abteilung in den atlantischen Ozean, mit einem beeindruckenden Unterwassertunnel. Ich könnte mich dort stundenlang auf eine der Bänke setzen, diese besondere Atmosphäre genießen und den Haien, Schildkröten und all den Fischen zuschauen.

oceanium

Aber auch andere Tiere haben in den letzten Jahren neue Unterkünfte bekommen. So werden die Eisbären jetzt mit einem Schwimmbad verwöhnt, übrigens mit einer Glaswand so dass die Besucher auch was davon haben. Und die Giraffen haben ein tolles Savannenhaus bekommen, wo man den Tieren wirklich auf Augenhöhe begegnen kann.

Aber es gibt nicht nur neue Behausungen, es gibt auch reichlich Nachwuchs im Zoo. Bokito, das Gorilla-Männchen (übrigens ein Berliner), das 2007 mit seinem Ausbruch für Schlagzeilen sorgte, ist gerade Vater geworden. Und vor zwei Wochen kam das (noch) kleine Nashorn Zwatra auf die Welt.

nashorn

Leider gibt es aber nicht nur Positives. Denn spätestens am Eingang wird man mit einem saftigen Eintrittspreis von 21,- Euro (Kinder von 3 -12 Jahren 16,50) konfrontiert. Nicht zu vergessen die 8,- Euro für den Parkplatz am Zoo. Leider wurden und werden die Subventionen der Gemeinde Rotterdam für den Zoo immer weiter gekürzt, so dass nicht nur der Eintrittspreis erhöht werden musste, auch ein Teil des Personals wurde entlassen.

Etwas sparen kann man, wenn man schon vorab ein Ticket online kauft. Diese Tickets kann man über die Webseite des Zoos kaufen und selber ausdrucken. Die Webseite selbst ist leider nur auf Niederländisch und etwas verkürzt auf Englisch.

Jetzt aber noch ein paar Fotos zum Geniessen.

 

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Diergaarde Blijdorp
Blijdorplaan 8, Rotterdam

 

Webseite: http://www.blijdorp.nl/

Öffnungszeiten: täglich 9-17 Uhr (Sommer bis 18 Uhr)

Eintritt: 21,- Euro, Kinder von 3 bis 12 Jahren 16,50 Euro

 

 

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Kommentare  
#1 Alexandra 2012-11-16 14:22
Ah, Blijdorp – ich war schon lange nicht mehr da ...

Super Fotos!
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#2 Simone 2012-11-17 11:57
Danke schön, Alexandra. Ein Besuch lohnt sich wirklich. :-)
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#3 Patricia Müller 2012-11-29 15:15
Das ist ja immer so ein Zwiespalt mit den Zoos ... einerseits sind da die ganzen putzigen Viecher, andererseits sind es aber auch gerade sie, die den Preis für unser Amusement bezahlen müssen: Eine gesicherte, aber stinklangweilige Existenz ohne echte Herausforderungen, dafür aber auch ohne Überlebenskampf. Tierhaltung im Zoo hat meist nicht viel mit artgerechter Haltung zu tun, und darüber sollte man sich im Klaren sein, wenn man dort sein Geld ausgibt. Mitfinanzierung macht dich zum Mittäter. Besonders schlimm ist dies im Fall von Eisbären oder Delphinen, die nun wirklich nicht in den Zoo gehören, sondern einen riesigen Aktionsradius in der Wildnis brauchen.

So, und jetzt wißt ihr auch, warum ich grundsätzlich nicht mehr in den Zoo gehe.
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#4 Simone 2012-11-29 15:34
Zum Teil geb ich dir ja recht.
Aber das Leben ist eben nicht nur schwarz und weiß. Das ein Eisbär lieber Wildnis hätte stimmt sicher, aber die schmilzt ihm ja gerade unterm Hintern weg. Wenn man so ein bisschen in der Welt rumkommt, sieht man das so richtig viel Wildnis nicht mehr übrig ist.
Sieht man ja schon in unseren Gefilden, wo sich die Wildschweine in der Stadt rumtreiben und die Rehe zwischen den Autobahnen pendeln.
Nur ob das irgendeinem Tier hilft, wenn es keinen Zoo mehr gibt? Wenn ich den überfetteten Hund des Nachbarn anschaue, der 2x am Tag kurz vor die Tür darf, müsste ich dann nicht auch für die Abschaffung von Haustieren sein?
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#5 Patricia Müller 2012-11-30 11:59
In den siebziger Jahren hieß es, eine neue Eiszeit werde kommen. In den achziger Jahren wurde das große Waldsterben von den Medien herbeiphantasiert. Von der Klimaerwärmung hat man sich schon wieder stillschweigend verabschiedet, statt dessen schwätzt man nur noch schwammig vom"Klimawandel". Und es wandelt sich in der Tat, Jahr für Jahr auf's Neue. Man sollte nicht alles nachquaken, was die Desinformationsmedien vorquaken.

Aber ja, die beste Kur für Mutter Erde wäre das Verschwinden einer hochnäsigen Affenart, die sich Homo Sapiens nennt. Dann wäre dieser Planet bald wieder ein Paradies.
Nur Homo sapiens hätte dann nichts mehr davon ...
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