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Orte und Events
im Nach Holland Blog

Seinen Namen kennt wohl jedes Kind. Dass er sein Ende in Maastricht fand, wissen wohl nur sehr wenige. Zugegeben mir war nicht einmal bewusst, dass es ihn tatsächlich gegeben hat, den d’Artagnan von den drei Musketieren. Aber er, wie seine drei Freunde Athos, Porthos und Aramis, kämpften tatsächlich als Musketiere für den französischen König.

Die Armee des Sonnenkönigs Ludwig XIV. konnte Maastricht im Jahr 1673 zwar einnehmen, aber sein verlässlicher Musketier d’Artagnan überlebte den Angriff nicht. Traurig waren die Niederländer darüber damals nicht, schließlich war er der Feind und noch keine Berühmtheit in der Literaturwelt. Es dauerte dann auch ganze 330 Jahre, bis er ein Standbild in Maastricht bekam.

Maastricht vom Sint-Pietersberg

Ein Gänsehüter mit seinen gut genährten Gänsen begegnet uns auf unserem Weg zum Marktplatz. Dort hat der Schäfer seine Arbeit einem kleinen Gehege und einem sehr wachsamen Hund überlassen, der die Schafe nicht aus den Augen lässt.

Auch nobleres Fußvolk begegnet uns auf dem Platze. Damen mit ausladenden Gewändern lassen sich vom Publikum hofieren und mit ihnen ablichten. Engelgleiche Wesen mit blonden Locken, dafür seltsam rote Nasen umschweben regelrecht das historische Stadthaus von Gouda. Es muss etwas Besonderes zugange sein am heutigen Tag.

gouda bei kerzenlicht

Feiner Weihnachtsschmuck spannt sich über unseren Köpfen über die Gassen von Weert. Etwas einfallsreicher und geschmackvoller, als anderswo. Die Häuser links und rechts leuchten in frischem Weiß und die Straße ist scheinbar frisch gepflastert.

Dick eingemummelt flanieren die Menschen entlang der Schaufenster auf der Suche nach Geschenken für Sinterklaas oder auch Weihnachten. In der Ortsmitte ist nicht nur gerade Wochenmarkt, auch das Sinterklaas-Haus im ehemaligen Stadthaus, hat seine Pforten geöffnet und ein paar „Zwarte Pieten“ unterhalten die Kinder und Erwachsene, die auf Einlass warten.

Das Städtchen Weert in Limburg

Menschen stehen am Ufer und fotografieren, als wir in Volendam einlaufen. Beinahe fühle ich mich ein bisschen prominent mit all den Kameras, die in meine Richtung zeigen. Aber wegen mir haben die Leute ihre Kamera nicht gezückt. Vermutlich wären sie sogar ganz froh, wenn ich und die anderen nicht an Deck stehen würden.

Sie wollen ein Foto von unserem Schiff. Sogar jetzt, so ganz ohne Segel. Denn zum Einlaufen in den Hafen von Volendam haben wir alle Segel wieder eingepackt oder besser gesagt geborgen, wie das in der Segelfachsprache heißt.

Die Elizabeth ist aber auch ein besonders schönes Schiff und mit ihren drei Masten wirklich imposant. Und trotz ihrer über 100 Jahre ist die alte Lady wirklich ziemlich fotogen.

Segelschiff Dreimaster Elizabeth

Windmühlen, deren Flügel sich gemächlich im Wind drehen. Kleine Häuschen mit Fassaden aus dunkelgrün gestrichenem Holz und weißen Fensterrahmen. Gebogene Brücken führen über die Wassergräben zu den Haustüren und Schafe grasen auf den Wiesen gleich nebenan. Idylle pur!

Wenn da nur nicht die Menschenmassen wären, die sich an manchen Tagen durch dieses Stückchen Holland pflügen. Was asiatische Touristen nicht einmal bei einem kurzen Wochenend-Trip durch die Niederlande auslassen, hat bei mir viele Jahre auf sich warten lassen. Aber in diesem Jahr war es dann endlich so weit. Gleich zwei Mal geht es mit dem Fahrrad ins Freilichtmuseum Zaanse Schans. Und ja, trotz Touristenmassen, es ist wirklich schön da.

Windmühlen Zaanse Schans

Die Sonne lacht vom strahlend blauen Himmel, nichtsdestotrotz ist die Luft schon kühl, jetzt Anfang Oktober. Es riecht nach Erde und frischen Kartoffeln. Kein Wunder, die Bauern sind fleißig bei der Ernte. Ein bisschen spät in diesem Jahr, aber der viele Regen der vergangenen Wochen hat die Kartoffelernte etwas verzögert.

Für unsere Erkundungstour entlang der Küste von Texel haben wir uns ein besonderes Fahrzeug ausgesucht. Ganz bequem, ohne jegliche körperliche Anstrengung sind wir mit einem Scooter unterwegs. Nicht so ein knatterndes, stinkendes Moped, sondern ein ganz leises Elektrisches. Damit dürfen wir auch auf den Fahrradweg und können so ganz entspannt die Natur und die Ruhe genießen. Und mächtig Spaß haben natürlich.

Der Leuchtturm von Texel

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