poster2Der Wahlkampf in den Niederlande ist im Endspurt. Am 12. September, also am Mittwoch wird das neue Parlament gewählt. Und wie immer, blicken Politiker freundlich, aber souverän und den Ernst der Lage im Blick habend, von zahlreichen Wahlplakaten etwas auf uns herab. Wahlplakate entlang der Straßen hängen nämlich nicht auf Augenhöhe, ob aus psychologischen oder verkehrspolitischen Gründen sei einmal dahin gestellt.

Natürlich geben sich in allen Fernsehkanälen, Politiker die Klinke in die Hand und in zahlreichen Debatten und Streitgesprächen, wird um jede Stimme gekämpft. Auf Wochenmärkten oder vorm Supermarkt wird man von engagierten Parteimitgliedern mit Handzetteln beglückt und es soll auch Parteivorsitzende geben, die Rosen verteilen.

Etwas ist beim Wahlkampf 2012 aber anders als sonst. Dieses Jahr beteiligen sich auch Coffeeshops am Wahlkampf, was natürlich mit der Einführung des Wietpas zusammenhängt.

 

Bei einem sind sich Coffeeshopbetreiber nämlich einig, der Wietpas muß weg. In den Provinzen, in denen er schon eingeführt wurde, wird eines deutlich - vielen Coffeeshops bleiben die Kunden weg und die Betreiber haben mit einem starkem Umsatzrückgang zu kämpfen. Viele Cannabisgebraucher wollen sich nicht registrieren lassen und kaufen dann doch lieber ihren Joint beim Dealer an der Ecke.

So kommt es, daß Coffeeshops ihre Kunden aufrufen "richtig" zu stimmen. Da es von jeder Partei mehr oder weniger konkrete Aussagen zu diesem Thema gibt, kann genau angegeben werden, welche Partei zu den "Richtigen" gehört. Es gibt Plakate, Handzettel, Webseiten, den entsprechenden Wahl-O-Mat und einen Cannabus, der durchs Land fährt und die Kunden der Coffeeshops informiert.
Noch 2 Tage, dann wissen wir ob die Kampagne erfolgreich war.

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