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Unter den deutschen Touristen ist Leeuwarden relativ unbekannt. Wenn man mal von den Wassersportlern absieht. Denn wer mit dem Boot öfters in Friesland unterwegs ist, hat die Hauptstadt dieser niederländischen Provinz meist schon kennengelernt. Im nächsten Jahr, also 2018, wird sich der Bekanntheitsgrad der Stadt erheblich steigern, denn dann ist Leeuwarden kulturelle Hauptstadt von Europa.

Für mich ist es jetzt endlich auch einmal Zeit, Fuß in diese friesische Stadt zu setzen. Wie mir schnell klar wird, hätte ich das schon längst tun müssen. Was für ein hübsches Städtchen verbirgt sich da im Norden! Aber nicht nur das. Die Stadt hat auch kulinarisch gesehen einiges zu bieten und ist bereits bestens auf die Besucher im nächsten Jahr vorbereitet.

Leeuwarden foodtour

Überall saftiges Grün mit Tupfen in Schwarz-Weiß und auch Braungefleckt. Stehend und liegend, ständig entspannt vor sich hin kauend - Kühe scheinen keinen Stress zu kennen. Nur wenn es Zeit zum Melken wird, kommt mehr Bewegung ins Spiel.

Von der Stadt Gouda aus, radeln wir durch das Groene Hart, das grüne Herz von Holland. Nicht in der Stadt, sondern hier wurde schon immer der Käse gemacht, für den die Stadt Namensgeber war. Käsereien gibt es heute auch noch auf den Bauernhöfen der Umgebung. Den leckeren Goudse Boerenkaas, den Bauernkäse, gibt es hier vielerorts direkt ab Hof zu kaufen.

gouda, radtour kühe und käse

Wie beschützt man ein Land, das zu 27 % unter dem Meeresspiegel liegt, vor angreifenden Truppen? – Man setzt es unter Wasser!

Zumindest in früheren Zeiten, noch vor Flugzeugen und Raketenwerfern, funktionierte diese Strategie recht gut. Landstriche, die knietief unter Wasser standen, stoppten die feindlichen Truppen mit ihren schweren Kanonen.

Kilometerlang zog sich diese Wasserlinie durchs Land. Aufgereiht, wie an einer Perlenschnur, Forts voller holländischer Soldaten, die die ausgebremsten Angreifer zurückschlagen sollten. In Utrecht, damals eine wichtige Garnisonsstadt, wurden gleich mehrere Forts gebaut. Noch heute sind sie weitgehend erhalten und teilweise auch öffentlich zugänglich.

forts utrecht waterlinie

Berühmte Hotel-Namen, wie Astoria, Adlon oder auch Vier Jahreszeiten kommen mir bei der Bezeichnung Grand Hotel in den Sinn. Auch Wikipedia nennt Größe und Luxus als Kennzeichen. Groß und luxuriös trifft auf das Haus eines Bürgermeisters, als was das Haus 1867 ursprünglich gebaut wurde, durchaus zu. Für ein Hotel gehört das Grand Hotel Wientjes mit seinen 57 Zimmern jedoch eher zu den Kleineren seiner Art.

Auf goldene Wasserhähne müssen wir im Wientjes ebenso verzichten, wie auf einen luxuriösen Spa- und Wellness-Tempel. Dennoch erleben wir im Hotel wahren Luxus. Kompetenz und Freundlichkeit sind für das Personal nämlich keine Fremdwörter. Aufmerksamkeit, guter Service und das hervorragende Essen am Abend lassen uns luxuriös genießen.

zwolle, hotel wientjes

Die Niederländer lieben es draußen zu sitzen. Wenn irgendwie möglich bieten alle Cafés und Restaurants auch Sitzgelegenheiten im Freien an, seien es auch nur ein paar Stühle auf dem Gehweg vor der Tür. Kaum zeigt sich die Sonne am Himmel, sind die Café-Terrassen überall voll. Bei „terrasjesweer“, sprich Terrassenwetter, gibt es kein Halten mehr.

Egal in welche Stadt ich komme, ich bin immer wieder überrascht, wie viele Straßencafés es gibt. In Zwolle komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Die Altstadt dieser Hansestadt scheint nur aus Plätzen und Terrassen zu bestehen. Überall wird Kaffee serviert, Wein eingeschenkt und Köstlichkeiten gereicht. Und wir mittendrin!

genuss wochenende in zwolle

Blauer Himmel, angenehmer Wind – ideale Voraussetzungen, um mit einer Kogge auf der IJssel zu segeln. Vor rund 600 Jahren wären wir sicher dem einen oder anderen Frachtschiff der Hanse-Kaufleute begegnet. Heute genießen wir auf unserer Hanse-Radtour zwar das wunderbare Wetter, aber auf den Anblick der viereckigen Segel der Koggen, müssen wir verzichten.

Aber wir sind wahre Glückspilze. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen - wir dürfen die Kamper Kogge, einen originalgetreuen Nachbau, noch ganz genau inspizieren. Aber der Reihe nach. Jetzt geht es erst einmal aufs Fahrrad und dann immer am Fluss entlang. Bei dem Wetter und der schönen Landschaft hier im IJsseldelta, alles andere als eine Strafe.

radeln auf der hanseroute

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