Nach-Holland-Blog | Holländische Eigenheiten
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Ein Gastblog von Richard Thalgott vom Fotoblog snea.nl
Ich hätte es eigentlich ahnen müssen: die wunderliche Art meiner Frau (Niederländerin) aus guten Angeboten mit viel Geduld die noch besseren rauszusuchen, das ständige irritiert sein über hohe Lebensmittelpreise ohne dabei Stress zu bekommen – es muss in den Genen sitzen.
Weiterlesen: Besser ist goedkoop – Ein holländischer Volkssport
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Es war 4 Uhr morgens, als die ersten Deiche brachen. Mit aller Macht strömte das Wasser in die niedrigen Polder dahinter. In nur einer halben Stunde stieg das Wasser mancherorts um 3 Meter. Zu schnell für viele Menschen, um sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.
Dass in dieser Nacht zum 1. Februar 1953 die Konstellation von Erde, Sonne und Mond für besonders ausgeprägte Gezeiten sorgte, war nicht ungewöhnlich. Dass dazu ein Orkan über dem Nordatlantik riesige Wassermassen in die Nordsee drückte, schon.
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Es ist nicht einfach ein Kuchen, und eine Torte ist es schon gar nicht. Und um wirklich echt zu sein, muss das gute Stück aus Limburg kommen.
Limburg ist die südlichste Provinz der Niederlande, die sich tief in den Grenzbereich zwischen Belgien und Deutschland erstreckt. Auch in Belgien gibt es eine Provinz dieses Namens, gleich neben der Niederländischen. Kein Wunder, dass man auch hier den echten Limburgse Vlaai kennt.
Gegessen habe ich ihn schon oft, den Vlaai, selbst gebacken aber noch nie. Auf meiner Suche nach dem Glück, von der ich euch schon erzählt habe, hatte ich dazu Gelegenheit. Und ich kann euch sagen - er war lecker!
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Weiße Haare und einen schneeweißen Rauschebart hat auch der Sinterklaas in Holland. Dazu einen roten Mantel und eine Bischofsmütze, so wie man den Nikolaus auch in Deutschland kennt. Beliebt ist dieser Kinderfreund auf beiden Seiten der Grenze, aber an die Berühmtheit und Beliebtheit die der Sinterklaas in den Niederlanden hat, reicht der deutsche Nikolaus nicht.
Beinahe 3 Wochen reitet er auf seinem weißen Schimmel durchs Land, zwängt sich durch Schornsteine und verteilt Geschenke in bereitgestellte Schuhe. Sogar eine eigene Nachrichtensendung im Fernsehen hat der heilige Mann, täglich gibt es alle Neuigkeiten und wichtige Hintergrundinformationen im Sinterklaasjournaal.
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Rot und Gelb sind die vorherrschenden Farben der Tulpenfelder, dazwischen Hyazinthen in Blau, Weiß und Rosa, die diesen wunderbaren süßlichen Duft verbreiten. Jedes Jahr aufs Neue, rund um den Monat April, lockt diese unbeschreibliche Farbenpracht Hunderttausende Besucher an. Mit ihrer Fotokamera bewaffnet gehen Sie auf Jagd und versuchen die Farben der holländischen Tulpenblüte einzufangen.
Im Frühjahr des Jahres 1594 blühte die erste Tulpe in Holland. Carlos Clusius hatte die Zwiebel ein Jahr zuvor aus der Türkei mitgebracht und in den botanischen Garten Hortus Botanicus in Leiden gepflanzt. 420 Jahre später blühen die Tulpen in Holland auf einer Fläche von 7.500 Hektar, was mehr als 10.504 Fußballfeldern entspricht. Wenn man die anderen Blumen noch mit dazu nimmt, sind es sogar 3 Mal so viel.
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Diskussionen, Besprechungen, Gespräche, Workshops – Holländer lieben es. Vergaderingen, wie Besprechungen auf Niederländisch heißen, sind zu einer Kultur geworden. Das Wort Vergadercultuur lässt die Augen eines Holländers leuchten, dem deutschen Geschäftspartner kommen eher die Tränen. Wo für Deutsche schon längst alles gesagt ist, findet der Holländer sicher noch eine alternative Möglichkeit.
Aber ich möchte hier nicht die unterschiedlichen Auffassungen im Arbeitsalltag breit treten. Diesem Thema habe ich mich im Artikel "Wie das so ist, das Arbeiten in Holland" schon gewidmet. Heute geht es mir um die Orte, an denen die Vergadercultuur zelebriert wird. Und ein schnödes Büro reicht da schon lange nicht mehr.
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„Ich mag, dass alles etwas ruhiger zugeht“, sage ich in einem Interview in der Reihe „Auswanderer“ auf Nadines Blog Traumweltenbummler.
Gemeint habe ich damit das Arbeitstempo, denn das ist in den Niederlanden ein ganzes Stück niedriger, als ich es aus Deutschland gewöhnt war. Das kann sehr angenehm sein, manchmal aber auch richtig nerven. Und damit meine ich nicht einmal die Bedienung im Café, die sich eine halbe Stunde nicht blicken lässt. Auch der eigene Arbeitsablauf wird im niederländischen Arbeitsalltag manchmal ungewollt ausgebremst.
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Jetzt hat es auch mich getroffen - das Blogstöckchen. Ich hatte ja gehofft, dass dieser Kelch bzw. dieses Stöckchen an mir vorüberzieht, aber nein, es hat mich voll erwischt.
Ein Blogstöckchen ist eine Art Kettenbrief, der seine Kreise durchs Internet zieht und Blogger dazu animiert, Artikel über ein bestimmtes Thema zu schreiben. In meinem Fall: „Welche 3 Dinge nimmst du immer mit auf Reisen?“
Da ich aber kein „richtiger“ Reiseblogger, sondern ein Hollandblogger bin, habe ich mir erlaubt, die Fragestellung etwas anzupassen.
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Romantik und jede Menge Freiheit verbinden die meisten Menschen mit dem Leben in einem Hausboot. Wohnen auf dem Wasser in idyllischer Natur und je nach Lust und Laune weiterziehen zum nächsten Anlegeplatz, der noch schöner ist als der vorige.
Auch ich habe mit dem Wohnen in einem Hausboot geliebäugelt als ich nach Holland kam. Die Idee, um direkt von der Terrasse ins Wasser zu springen oder mit seinem Boot abzulegen, war doch sehr verlockend. Warum es dann doch ein normales Apartment ganz ohne Wasser geworden ist? Da gibt es einige Gründe.
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In diesen Tagen geistert etwas durch die Presse was jeder, der schon einmal einen Fuß in die Niederlande gesetzt hat, schon längst weiß - Reihenhäuser sind sehr verbreitet im Land.
Rund 60% der Niederländer wohnen in einer rijtjeswoning, damit liegen sie zusammen mit Großbritannien und Irland, ganz vorne in Europa. Jetzt lieben es die Niederländer zwar gezellig, aber ob das der Grund ist?














