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„Burg im feuchten Gebiet“, soll die ursprüngliche Bedeutung des Stadtnamens Doesburg gewesen sein, übrigens wie beim namentlichen Pendant der deutschen Stadt Duisburg. Obwohl die Stadt immer noch am Fluss IJssel liegt, holen sich die Bewohner nur noch selten nasse Füße. Seit 1237 besitzt Doesburg die Stadtrechte und als wichtige Hanse- und Festungsstadt, lernte sie schnell das Wasser aus der Stadt zu bannen und den Fluss als wichtigen Handelsweg zu nutzen.
Als Handelsmetropole kann man das heutige Doesburg nicht mehr bezeichnen. Die Stadt ist zwar im ganzen Land bekannt für ihren Senf, aber mehr fällt vermutlich nicht einmal den Niederländern ein, wenn sie den Städtenamen hören. Beschaulichkeit ist eingezogen in das Städtchen in Gelderland. Eine Gemütlichkeit, gespickt mit gebauten Zeugnissen einer reichen Vergangenheit als Hansestadt, die ihr euch unbedingt mal ansehen solltet.
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Das Jahr darf natürlich nicht zu Ende gehen ohne einen Jahresrückblick. Und auch nicht ohne ein herzliches Dankeschön an euch alle. An jeden einzelnen der 294138 Besucher, die in diesem Jahr nach-holland.de angeklickt haben – DANKE!
Ich hoffe ihr habt die richtige Information gefunden, euch inspirieren lassen für einen wunderschönen Städtetrip und zu einem spannenden Ausflug jenseits der ausgetretenen Touristenpfade in Holland.
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„Doonggg“, tönt es wohlklingend durch den Raum. Ein entspannendes Kribbeln breitet sich in mir aus. Schwingungen, die von der bronzenen Schale auf meinem Rücken ausgehen, vibrieren durch meinen Körper. Warm eingepackt in eine Lage kuscheliger Handtücher liege ich auf dem Bauch und die Masseurin sorgt mit tönenden Klangschalen für meine Tiefenentspannung.
Einige Male schwitzen und abtauchen in frostiges Wasser habe ich heute schon hinter mir. Was gibt es Schöneres, als sich nach einigen Saunagängen durch fachkundige Hände massieren zu lassen? Dass es heute keine Hände, sondern tibetanische Klangschalen sind, ist zwar neu für mich, aber deshalb nicht weniger angenehm.
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Imposante Schlösser mit Turm und Wassergraben, die ihren Ursprung im Mittelalter haben, und schicke Landhäuser aus dem 18. Jahrhundert. Achtkastelenroute heißt diese Rundtour fürs Fahrrad, die uns entlang acht Schlösser führt, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Man hätte die Tour aber auch Alleentour nennen können, denn links und rechts säumen Bäume auf weiten Teilen der Strecke unseren Weg. Große stämmige Buchen und Eichen, deren Laub jetzt im Herbst ein Dach aus Rottönen über uns formt. Wie durch einen Tunnel, den ab und zu ein Sonnenstrahl golden einfärbt, radeln wir auf dem Weg von einem Schloss zum anderen.
Manche Schlösser liegen ganz versteckt hinter einer dieser langen Alleen, die früher wohl mal die Auffahrt zum adeligen Wohnsitz war. Man sieht die Kutsche beinahe vor sich, wie sie sich mit Graf und Gräfin dem Portal ihres herrschaftlichen Landhauses nähert.
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„Hase mit Chicorée und Rosenkohl, Kartoffel und eine Jus mit Zitrus und Peperoni“, steht auf der Speisekarte an diesem Abend. Allein bei diesen wenigen Worten läuft mir schon das Wasser im Munde zusammen. Ich esse gerne, sehr gerne sogar - auch Fleisch. Ich mag die Textur, die Konsistenz, den Geschmack. Ein Vegetarier werde ich wohl nie.
Heute werden meine Geschmackspapillen sogar auf besondere Weise verwöhnt. Wild steht nämlich auf dem Speiseplan in der Villa Ruimzicht an diesem Abend. Gans, Reh, Hase und Wildschwein auf perfekte Art zubereitet und serviert.
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Weiße Haare und einen schneeweißen Rauschebart hat auch der Sinterklaas in Holland. Dazu einen roten Mantel und eine Bischofsmütze, so wie man den Nikolaus auch in Deutschland kennt. Beliebt ist dieser Kinderfreund auf beiden Seiten der Grenze, aber an die Berühmtheit und Beliebtheit die der Sinterklaas in den Niederlanden hat, reicht der deutsche Nikolaus nicht.
Beinahe 3 Wochen reitet er auf seinem weißen Schimmel durchs Land, zwängt sich durch Schornsteine und verteilt Geschenke in bereitgestellte Schuhe. Sogar eine eigene Nachrichtensendung im Fernsehen hat der heilige Mann, täglich gibt es alle Neuigkeiten und wichtige Hintergrundinformationen im Sinterklaasjournaal.
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Eine heiß begehrte Immobilie war es nicht. Ganze 132 Jahre hat es gedauert, bis sich ein Käufer für das Gebäude und die Ländereien fand. Aber eine schnelllebige Sache ist so ein Schloss ja nicht, da werden nicht die Jahre, sondern die Jahrhunderte gezählt.
Schon mehr als acht Jahrhunderte sind es bei Kasteel Huis Bergh, auch wenn es sich seit dem 13. Jahrhundert äußerlich sehr verändert hat. Von einem Wohnturm auf einer künstlichen Insel hat es sich in ein stattliches Schloss mit einem charakteristischen Turm gewandelt. Wunderschön liegt es am Rand von 's-Heerenberg, umgeben von Wasser und Bäumen und mit der deutschen Grenze regelrecht hinterm Haus.
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Es ist ruhig. Nur die Uhr an der Wand tickt gleichmäßig, als ob ein Herz schlägt. Braunes Herbstlaub liegt auf der Terrasse. Dort draußen vor der Schiebetür.
Durch die kahler werdenden Äste der Bäume sehe ich das Häuschen nebenan. Eine Familie mit 3 kleinen Kindern hat sich dort einquartiert. Vor einer Stunde sind sie schon los gezogen. Mit Mützen auf dem Kopf und Gummistiefeln an den Füßen. Lachen und rennen, Spaß haben.
Es muss geregnet haben in der Nacht. Der Tisch auf der Terrasse glänzt noch feucht. Jetzt versucht sich die Sonne einen Weg durch die Wolkendecke zu bahnen. Von Regen keine Spur. Ein paar Vögel zirpen, ihnen wäre ein bisschen Sonnen sicher auch lieber.
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„Ich werde nie erwachsen. In mir ist das kleine Kind von früher“, sagte Escher einmal. Das sagte er natürlich nicht auf Deutsch, sondern auf Niederländisch. Denn obwohl sich sein Name so deutsch anhört, war Maurits Cornelis Escher Niederländer. Besser gesagt Friese, denn er wurde 1898 in Leeuwarden im niederländischen Friesland geboren.
Seine Kunst kennt vermutlich jeder. Irgendwann ist euch ganz gewiss eine nie endende Treppe oder ein Wasserkreislauf begegnet, den es so nicht geben kann. Wahre Hirnbrecher sind seine Werke. Auf den ersten Blick so real und doch so unmöglich. Eine ganze Sammlung von Eschers Unmöglichkeiten kann man im Museum Escher in het Paleis ergründen. Untergebracht im ehemaligen Winterpalast der Königinmutter Emma in Den Haag.
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„10 sinaasappels voor maar 1 Euro“ und „Hollandse Nieuwe vers van het mes“ schallt es durch die Gassen zwischen den Marktständen. Wie sich das für einen holländischen Wochenmarkt gehört, wird das Warenangebot lautstark angepriesen. Und das können Frauen wie Männer mit einer Stimmgewalt, die mich das Fürchten lehrt.
Mindestens einmal in der Woche findet in jeder holländischen Stadt ein Wochenmarkt statt. Obst und Gemüse, Käse, Fisch und Blumen, aber auch Socken und Unterwäsche sind dort zu finden. Und wer auf der Suche nach Schnäppchen ist, wird auf dem Markt fündig. Nur hier gibt es Restposten zu Dumpingpreisen.














