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Schiedam ist eine Stadt in der Provinz Zuid-Holland, gleich westlich von Rotterdam. Auch wenn man es auf Grund der Lage vermuten könnte, ist Schiedam keine Vorstadt von Rotterdam, sondern eine eigenständige Stadt mit ca. 76.000 Einwohnern.
Schiedam ist eigentlich eine recht alte Stadt, die die Stadtrechte schon seit 1275 besitzt. Sehr viele alte Wohnviertel vielen in in den 60er Jahren der Stadtsanierung zum Opfer und wurden durch Neubauten ersetzt. Aber im alten Stadtkern sind viele alte Gebäude, die inzwischen unter Denkmalschutz stehen, erhalten geblieben.

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Es ist wieder Urlaubszeit in Holland und die Touristen sind unterwegs. An der Kasse im Supermarkt sind sie sehr leicht zu erkennen, selbst wenn sie den Mund nicht aufmachen. Sie zahlen nämlich mit großen Scheinen. Und mit groß meine ich jetzt z.B. einen Hunderter.
Was in Deutschland die normalste Sache der Welt ist, daß man nämlich mit 100-Euro-Scheinen bezahlt, gibt es in den Niederlanden sehr selten. Sicher nicht, weil alles viel billiger wäre und man deswegen nicht in die Nähe eines so großen Betrages käme. Es sind einfach keine im Umlauf, außer eben mitgebracht aus dem Ausland. Ein niederländischer Geldautomat spuckt nämlich keine Hunderter aus, von größeren Scheinen will ich gar nicht erst anfangen. Ein 50-Euro-Schein ist das Maximum, selbst wenn man einen weit größeren Betrag abhebt.
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Keinem Besucher Rotterdams entgeht der momentane Wandel der Stadt. Wenn man mit dem Auto über die Van Brienenoordbrücke Richtung Rotterdam fährt, übrigens die schönste Ankunftsroute, sieht man schon die neue Skyline mit den vielen Hochhäusern. Die Baukräne, die man noch überall dazwischen erkennt, zeigen, dass das neue Gesicht Rotterdams noch nicht fertig ist.
Auch bei der Ankunft mit dem Zug steht man gleich in einer Großbaustelle, denn Rotterdam bekommt auch einen neuen Bahnhof. Dieser soll, nach 7-jähriger Bauzeit, 2014 fertiggestellt werden. Entworfen wurde er von einem Team bestehend aus den niederländischen Architektur- bzw. Städtebaubüros Benthem Crouwel, Meyer en Van Schooten und West 8.

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"De vlag uithangen" - das sagt man in den Niederlanden, wenn man etwas Spezielles zu feiern hat. Und das wird sehr häufig tatsächlich auch mit dem "raushängen" der Nationalflagge kund getan.
An offiziellen Feiertagen, Geburtstagen des Könighauses und natürlich auch während größeren Fußballereignissen wehen die rot-weiß-blauen Fahnen überall. Aber die Niederländer benutzen die Flagge auch im Privatbereich viel häufiger als die Deutschen.
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In Deutschland kaum vorstellbar, aber in den Niederlanden bestellt man sein Bier(chen) in der Verkleinerungsform. Aber da man selbst den Namen erwachsener Menschen verkleinert, wie z.B. Antje, darf man das wohl nicht so seriös nehmen.
Klein ist das Bier, das man in Kneipen bekommt, aber meist trotzdem. So fasst ein fluitje, was ein normales gerades Glas ist, gerade einmal 0,2 l. Und in ein vaasje (auch mal Amsterdammer, Rotterdammer, emmer oder boerke genannt), ein etwas konisch zulaufendes Glas, passen mehr als 0,25 l, vielleicht mal 0,33 l, einfach nicht rein. Leider sind die Bierpreise in den Kneipen, denen von Deutschland sehr ähnlich, man bekommt dafür aber nur die Hälfte. So kostet ein biertje schon mal zwischen 2,10 und 2,50 Euro, für 0,2 l versteht sich.
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Bis ins Jahr 2004 war der Hafen in Rotterdam der Größte in der Welt. Inzwischen wurde er von einigen asiatischen Häfen überholt und steht jetzt nur noch an 5. bzw. 10. Stelle, je nach Maßstab für das Ranking. In Europa steht er aber, mit einem jährlichen Umschlag an Fracht von ca. 430 Millionen Tonnen, immer noch unangefochten auf dem 1. Platz.
Der Hafen liegt direkt an der Nordsee und erstreckt sich über 40 km in einem verzweigten Wasserstraßen-Netzwerk landeinwärts bis ins Zentrum Rotterdams. Ohne das, im Anbau befindliche neue Gebiet Maasvlakte 2, hat der Hafen eine Gesamtfläche von ca. 10.500 Hektar, wovon ca. 3700 Hektar Wasseroberfläche sind. Die Maasvlakte 2 ist ein künstlich aufgeschüttetes Gebiet von mehr als 1000 Hektar, das direkt in die Nordsee gebaut wird. Die dazugehörigen neuen Hafenbecken erstrecken sich über noch einmal 1000 Hektar. Im Jahr 2013 sollen die ersten Betriebe dort angesiedelt werden.
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Huisje - boompje - beestje ist eine niederländische Redewendung für das Klischee des kleinbürgerlichen Idylls. Direkt übersetzt heißt es Häuschen – Bäumchen – Tierchen, gemeint ist ein Haus mit Garten und Haustier. Komischerweise werden Kinder jetzt nicht extra erwähnt, aber wahrscheinlich werden die einfach als Selbstverständlichkeit angenommen.
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Das Wort Gedoogbeleid, was man mit Duldungspolitik übersetzen kann, war vor allem während der letzten Regierungsperiode in aller Munde. Denn die letzte Regierung war ein Minderheitskabinett, das durch die PVV von Geert Wilders gedoogt, also geduldet wurde. So richtig geklappt hat es nicht, denn die Entscheidungen der Regierung, an denen die PVV zum Teil auch mitwirkte, wollte er irgendwann dann doch nicht mehr dulden.
Seit den 70er Jahren fällt in Holland auch der Verkauf und Konsum von Cannabis unter ein Gedoogbeleid. Denn auch in den Niederlanden ist ein Joint nicht legal, sondern wird nur geduldet. In Coffeeshops dürfen Marihuana und Haschisch unter Einhaltung bestimmter Regeln, wie zum Beispiel dem Verkauf von max. 5 Gramm pro Tag und nur an Personen über 18 Jahren, verkauft werden. Weitere Regeln für Coffeeshops kann jede Gemeinde selbst aufstellen und auch bestimmen, ob Coffeeshops überhaupt zugelassen werden. Unter den konservativen Regierungen der letzten Jahre, wurden die Regeln immer weiter verschärft, so darf inzwischen kein Shop mehr näher als 350 m an einer Schule sein und als neueste Regel, die Einführung des Wietpas.
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Sie ist wieder im Anmarsch, die ersten Anzeichen sind schon sehr deutlich sichtbar, die Oranjegekte, der Wahnsinn in Orange.
Hielt es sich rund um Königinnentag eigentlich noch im Rahmen, ist orange inzwischen in jedem Laden massal an zu treffen. Hüte, T-Shirts, Stretchkleider, aufblasbare Hämmer, riesen Sonnenbrillen, Socken, Uhren, Unterhosen und sogar Gartenzwerge - und das alles in oranje. Traditionell hat Goirle die erste komplett in orange gekleidete Straße fertig gestellt. Und mit komplett meine ich nicht ein paar orange Girlanden und Fahnen, sondern oranges Plastik vollflächig vom Sockel bis unters Dach.
Und warum das Alles? - Fußball natürlich.
Nur noch gute 3 Wochen und die Europameisterschaft beginnt und die Holländer freuen sich so gern im Vorraus. Falls sie verlieren, ist es mit der Freude dann meist sehr schnell vorbei und das Orange verschwindet urplötzlich, wie wenn es nie dagewesen wäre. Aber jetzt wird noch ausgiebig die Wirtschaft angekurbelt und allerhand oranger SchnickSchnack angeschafft. Demnächst gibt es auch wieder orangen Vla (Pudding), orangen Kuchen, orange Paprika, oranger Schnaps und was weiß ich noch, denn das Oranjegefühl muß richtig verinnerlicht werden.
Da sag ich nur Hup Holland Hup!
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Seven Borealis ist der Name von einem Schiff mit einem riesigen Schwerlastkran, das gerade in Schiedam vor Anker liegt.
Der Mastkran hat eine Höhe von über 160 m und kann 5000 Tonnen heben. Das sind mal so locker 12 vollgetankte Boeings 747. Das Schiff, auf dem der Kran monitiert ist, ist 182 m lang und 46 m breit und es bietet Unterkunft für 399 Personen. Dieses Schiff wird hauptsächlich dazu benutzt Bohrinseln auf Hoher See zu installieren.
Wenn man davor steht ist es einfach nur groß und man wundert sich, daß so etwas schwimmt und anscheinend auch nicht umfällt.
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