- Details
Blauer Himmel, angenehmer Wind – ideale Voraussetzungen, um mit einer Kogge auf der IJssel zu segeln. Vor rund 600 Jahren wären wir sicher dem einen oder anderen Frachtschiff der Hanse-Kaufleute begegnet. Heute genießen wir auf unserer Hanse-Radtour zwar das wunderbare Wetter, aber auf den Anblick der viereckigen Segel der Koggen, müssen wir verzichten.
Aber wir sind wahre Glückspilze. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen - wir dürfen die Kamper Kogge, einen originalgetreuen Nachbau, noch ganz genau inspizieren. Aber der Reihe nach. Jetzt geht es erst einmal aufs Fahrrad und dann immer am Fluss entlang. Bei dem Wetter und der schönen Landschaft hier im IJsseldelta, alles andere als eine Strafe.
Weiterlesen: Radeln auf der Hanseroute, mit dem Fahrrad nach Hasselt und Kampen
- Details
An Gerrit Rietveld scheiden sich die Geister. Die einen rufen „Das kann ich auch“, wenn sie seinen berühmten Rot-Blauen Stuhl sehen. Die anderen kommen vom anderen Ende der Welt, nur um ehrfürchtig vor dem Rietveld-Schröder-Haus zu stehen.
Wir machen beides. Denn ganz ehrlich, wenn man den Stuhl als Vorbild hat, ist er ganz im Sinne von Rietveld wirklich sehr einfach nachzubauen. Und dennoch sind wir ehrfürchtig und schwer begeistert. Rietveld hatte kein Vorbild. Zu seiner Zeit war sein Können etwas unglaublich Innovatives und Neues. Und noch heute wirken Gebäude und Möbel unglaublich modern und zeitlos.
- Details
Die Provinz Flevoland scheint noch etwas flacher zu sein als der Rest der Niederlande. Die einzigen Erhebungen sind die Deiche entlang der Ufer von IJsselmeer und Ketelmeer. Der Wind bläst hier beinahe ungebremst über das Land. Zum Glück für uns heute meist von hinten. Eine Radtour mit „wind mee“, wie die Holländer sagen, also Rückenwind, macht es für uns um einiges leichter.
Entspannt können wir die Aussicht auf das Stück neues Niederlande genießen. Auf saftig grüne Polder und das blaue Wasser des IJsselmeers. Der Noordoostpolder, wo unsere Radtour beginnt, wurde erst 1942 trockengelegt. Das Land wurde der Zuiderzee damals mühsam abgerungen. Früher wäre ein Ruderboot für unsere Tour nötig gewesen, heute können wir lekker radeln.
Weiterlesen: Wasser, Wind und eine Staffel - Radtour in Flevoland
- Details
Der Vorteil an Städten, die sich im Wandel befinden, ist das hohe Innovationspotenzial. Altes geht und Neues soll entstehen. In der zeitlichen Lücke zwischen Abzug und Neugestaltung wittern kreative Köpfe glücklicherweise ihre Chance und schaffen Spannendes, bevor der Stadtplaner seine kommerzielle und häufig langweilige Planung verwirklicht.
Dass Designer in Eindhoven die alten Industriegebäude als Ateliers nutzen, habe ich euch bereits erzählt. Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. Tolle Restaurants, Bars und selbst ein Hotel haben den Industriebau für sich entdeckt und Wunderbares geschaffen. Ein spannendes Ambiente, das einfach Spaß macht.
Weiterlesen: Essen, Trinken, Schlafen – Lokalitäten mit Design-Faktor in Eindhoven
- Details
„Schön“ ist nicht das erste Wort, was mir unterwegs in Eindhoven in den Sinn kommt. Schön im üblichen Sinne ist Eindhoven schlichtweg nicht. Die modernere Stadtarchitektur des Mailänder Architekten Fuksas gleich beim Bahnhof macht schnell Platz für die klotzigen Bauten aus den 60er und 70er Jahren. Charme fehlt dieser Architektur komplett.
Aber wie so oft lohnt ein zweiter Blick. Dann entdeckt man die hübschen Straßen mit den kleinen Boutiquen und Läden. Die besonderen Ecken und Plätze mit den Cafés und den bunten Tischen vor der Tür. Und wenn man einmal anfängt Türen zu öffnen, taucht sie auf - die innovative und überraschende Stadt des Dutch Design.
- Details
Mal kurz über die Grenze und ein Wochenende in den Niederlanden zu verbringen, ist einfach eine prima Idee. Eine andere Sprache und ein anderes Straßenbild geben euch gleich das Gefühl richtig weg zu sein, auch wenn ihr nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt wohnt.
Die vier großen Städte Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht hab ich euch im Artikel „Städtereise nach Holland – nur in welche Stadt?“ schon vorgestellt. Und wie damals versprochen, gibt es jetzt Tipps für einige kleinere Städte in den Niederlanden, in die sich ein Städtetrip auf alle Fälle lohnt.
Weiterlesen: Klein, aber oho – alternative Städtetrips nach Holland
- Details
Ein Gastblog von Richard Thalgott vom Fotoblog snea.nl
Ein Jahr bevor ich nach Holland gezogen bin hat mir ein Geschäftspartner zugeflüstert: „Tue den Holländern und dir einen Gefallen, wenn du hierher ziehst. Lern die Sprache, das finden die Menschen sympathisch."
Das hat mir Eindruck gemacht und mich so berührt, dass ich, als wir ein Jahr später nach Holland gezogen sind, als erste Priorität hatte, die Sprache zu lernen.
- Details
Bunt gemischtes Volk flaniert durch die Gänge der Van Nelle Fabrik. Galeristen in seriös wirkendem Business-Outfit und die etwas Extravaganten, die den Kunstwerken an der Wand ähneln. Junge Kunststudenten sind in Gruppen unterwegs und dazwischen bewegen sich die mehr oder weniger kunstbeflissenen „Normalos“.
Es ist Art Week in Rotterdam. Sonst verschlossene Türen öffnen sich und bisher verborgene Räume bieten in diesen Tagen Platz für Kunst, Design und ihre Bewunderer. Das Industriedenkmal Van Nelle Fabrik und der 50er-Jahre Passagierdampfer SS Rotterdam sind dabei nicht nur Dekor für die Ausstellungsstücke, sondern Teil eines Gesamtkunstwerks.
Weiterlesen: Art Rotterdam Week – Kunst, Design und coole Locations
- Details
Nur für den Sommer wurde dieser Landsitz im 17. Jahrhundert gebaut. Ursprünglich in viel bescheideneren Ausmaßen und umgeben von nichts als Natur. Statthalter, Kronprinzen und Eroberer kamen und gingen als zeitliche Bewohner von Paleis Soestdijk. Erst mit Königin Juliana und Prinz Bernhard bekam das Schloss dauerhafte Bewohner.
Für unseren Ausflug zum Schloss werden wir standesgemäß abgeholt und chauffiert. Keine von Pferden gezogene Kutsche fährt vor, sondern ein von einem Dieselmotor angetriebenes Tuk-Tuk. Die warmen Decken über den Beinen passen dann aber wieder ganz gut zum Kutschen-Feeling und der Spaß dabei sowieso.
- Details
„Amersfoort ist die verborgene Perle der Niederlande“, schwärmt die Dame an der Hotel-Rezeption. „Wirklich“, packt sie noch schnell oben drauf. Vermutlich hat sie das Schmunzeln auf unseren Gesichtern entdeckt, denn etwas in der Art sagen Hotelangestellte von ihrer Stadt ja häufig.
Dass sie keineswegs übertrieben hat, erkennen wir gleich nach den ersten Schritten durch die Altstadt dieses Städtchens. Der gut erhaltene mittelalterliche Stadtkern, der selbst an diesem sehr kalten Januarmorgen Gemütlichkeit ausstrahlt, überzeugt uns blitzschnell.














