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Ein hässlicher Kerl und auch sonst etwas seltsam sei er gewesen, erzählte der sehr betagte Herr, der schon in seiner Kindheit neben der Mühle wohnte, vor einigen Jahren in einem Interview. Mit weit über hundert Jahren ist der Herr verstorben und er sprach damals von keinem geringeren, als dem berühmten Maler Vincent van Gogh.
Berühmt war er damals noch nicht, als er mit seiner Staffelei auf dem Rücken durch die Felder rund um den Ort Nuenen wanderte und eben an besagter Mühle, der Opwettense Watermolen, haltmachte, um sie zu malen. Die Mühle steht noch immer und das Bild, dass Van Gogh damals im November 1884 davon gemalt hat, war einem Sammler im Juni 2013 immerhin etwas mehr als 1,5 Mio. Euro wert.
Weiterlesen: Auf den Spuren Vincent van Goghs, Teil 2 – die Anfangsjahre in Nuenen
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„Von hier aus kann man auch direkt in die Grachten von Amsterdam fahren“, erklärt uns Wim Driessen. Diese Aussage wäre ja nicht so etwas Besonderes, wenn wir nicht in einem Boot sitzen würden und das mitten im niederländischen Friesland, weit weg von Amsterdam.
Schmale Kanäle zwischen üppigem Grün und offene Weite mit Segeln bespickt wechseln sich vor uns ab. Dunkle Wolkenberge spiegeln sich im Wasser und die Sonne, die plötzlich wieder auftaucht, lässt es um uns herum funkeln. Schön ist es hier und angenehm ruhig. Wer will da schon nach Amsterdam?
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Ein Signal ertönt und die Schranken schließen sich. Autos müssen warten in IJlst. Autos sind zweitrangig, Boote beherrschen das Bild dieser kleinen Stadt in Friesland. Im 5-Minuten-Takt öffnet sich die Brücke. Segelboote und Motorboote. Große Boote und kleine Boote. Ein ständiges Kommen und Gehen.
Unzählige Wasserwege durchziehen die Landschaft. Verbinden nicht nur die Seen, sondern auch die Orte, führen mitten in die Zentren der Städte in Fryslan, wie die Provinz Friesland offiziell heißt. So unterschiedlich die Orte IJlst und Sneek auch sind, beide liegen sie an so einem Wasserweg. Beide gehören sie zu den 11 friesischen Städten auf der Strecke der berühmten Elfstedentocht.
Weiterlesen: IJlst und Sneek, zwei Orte der berühmten friesischen Elf
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Den Holländern wird ja nachgesagt, dass sie in ihrem Wohnwagen sogar Kartoffeln mitnehmen, wenn sie Richtung Süden in den Urlaub ziehen. Ob das wirklich wahr ist, kann ich nicht sagen, ein Blick in das Domizil auf Zeit wurde mir noch nicht gewährt.
Aber was bringen die Deutschen so mit? Die eine oder andere Deutschlandflagge habe ich schon gesehen, die ihren Weg nach Holland gefunden hat und das Territorium auf dem niederländischen Campingplatz markiert. Und sonst? Unabhängig davon, ob es ins Ferienhaus oder auf den Campingplatz geht, lohnt es sich noch in Deutschland einzukaufen und den Kofferraum vollzupacken?
Weiterlesen: Ich fahre in den Urlaub nach Holland und nehme mit …
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In Holland kennt Douwe Egberts jedes Kind, zumindest wenn es schon in einem Alter ist, um Kaffee zu trinken. Deutsche sagt der Firmenname vielleicht nichts, aber wenn sie gut auf die Verpackung ihrer Senseo-Pads schauen, steht er dort bestimmt irgendwo.
Was ich bisher nicht wusste - der Ursprung dieser Kaffeerösterei liegt in Joure. Und Kaffee gebrannt wird in diesem Ort in Friesland noch heute. Gründer des heutigen Konzerns war ein Egbert Douwes. Seinen Betrieb benannte er aber nicht nach sich, wie man vermuten könnte, sondern nach seinem Sohn Douwe Egberts. Ein bisschen verwirrend diese Namensvariationen, die im Jahr 1755 in Friesland scheinbar üblich waren, da weiß man gar nicht mehr, was vorne und hinten ist.
Weiterlesen: Kaffeeduft und Glockenschlag – ein Besuch im Museum Joure
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Der Marktplatz liegt mir regelrecht zu Füßen, als ich aus dem Fenster meines Zimmers blicke. Zentraler kann man gar nicht wohnen in Den Bosch. Sogar vom Bett aus habe ich direkte Sicht auf das imposante Stadhuis mit dem Turm, das zumindest zum Teil schon im Mittelalter dort stand.
Bevor ich aber überhaupt bis zum Fenster komme, bleiben meine Augen an den Köstlichkeiten hängen, die auf dem Tisch drapiert sind. Eine Erdbeere aus der Obstschale wandert gleich in meinen Mund, während ich den freundlichen Willkommensgruß lese. Die Schokolade im Ritter-Sport-Format, mit der Fassade des Hotels vorne drauf, könnte man auch als Bestechungsversuch werten – aber das hat das Hotel Central wirklich nicht nötig.
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Strahlend blauer Himmel, geblähte schneeweiße Segel, klares azurblaues Wasser, die Sonne auf der Haut und den Wind in den Haaren.
Zugegeben - so ist es nicht. Die Sonne hält sich meist bedeckt und das Meer ist aufgewühlt braun. Nur der Wind weht tatsächlich in meinen Haaren, besser gesagt er zerstört jeden Ansatz einer Frisur in Sekundenschnelle.
Ich genieße jede Minute. Ich liebe es, wenn das Schiff unter mir schwankt, obwohl ich eine Neigung zur Seekrankheit habe. Aber nicht heute. Heute kann ich gar nicht genug bekommen, vom Wind und den Wellen. „Komm mit, erfahre und genieße!“ ist das Motto von Holland Sail und genau das mache ich.
Weiterlesen: Unter Segeln – auf einem Großsegler mit Holland Sail
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Ein leises Surren ist zu hören in dieser friesischen Stille. Ein Surren, das aus meinen Pedalen kommt. Nur leicht muss ich in die Pedale treten und schon spüre ich, wie es vorwärtsgeht. Berge gibt es hier in der Ebene Frieslands ja nicht, aber die eine oder andere Brücke kreuzt schon meinen Weg. Eine kleine drehende Bewegung mit der linken Hand und der Anstieg ist mit Leichtigkeit gemeistert.
Senioren und Faulenzern habe ich so ein elektrisch unterstütztes Fahrrad bisher zugeschrieben. Zumindest in den topfebenen Niederlanden. Nur 2 Minuten hat es gedauert, bis ich eines Besseren belehrt wurde - so ein E-Bike ist eine verdammt feine Sache!
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„Während meiner Krankheit sah ich wieder jedes Zimmer im Haus in Zundert, jeden Weg, jede Pflanze im Garten, die Aussicht ringsum, die Felder, die Nachbarn, den Friedhof, die Kirche, unseren Gemüsegarten dahinter – bis hinauf zu dem Elsternest in der großen Akazie auf dem Friedhof“. Diese Zeilen schrieb Vincent van Gogh seinem Bruder Theo im Januar 1889.
Und da steh ich jetzt in Zundert, 125 Jahre nach den Worten von Vincent van Gogh, und schaue auf das Haus seiner Nachbarn, auf die Kirche und den Friedhof. Sogar den Gemüsegarten neben der Kirche, in dem Van Goghs Mutter Kartoffeln pflanzte, gibt es jetzt wieder an gleicher Stelle.
Weiterlesen: Auf den Spuren Vincent van Goghs, Teil 1 – der Geburtsort Zundert
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... wer ist der Schönste im ganzen Land? Die Niederländer sind sich da schon lange einig, der schönste Freizeitpark ist und bleibt der Efteling. Und das nicht nur für die Kleinen. Die Zeiten eines reinen Märchenparks hat der Park längst hinter sich gelassen, heute findet man auch spektakuläre Achterbahnen, die einen den Mageninhalt nach oben befördern, in Kaatsheuvel.
Ich sitze im Express-Bus, der Besucher vom Bahnhof in Den Bosch direkt vor den Eingang des Freizeitparks Efteling fährt. Familien mit Kindern im Buggy, Großeltern mit ihren Enkeln und eine ganze Gruppe Studenten sitzen mit mir im Bus. „In die Python Achterbahn will ich auf alle Fälle!“ „Fahren wir auch mit dem Boot?“ „Wann sind wir endlich da?“ – die Spannung steigt hörbar.
Weiterlesen: Spieglein, Spieglein an der Wand … - im Freizeitpark Efteling














