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Nach Holland Blog

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Mal kurz über die Grenze und ein Wochenende in den Niederlanden zu verbringen, ist einfach eine prima Idee. Eine andere Sprache und ein anderes Straßenbild geben euch gleich das Gefühl richtig weg zu sein, auch wenn ihr nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt wohnt.

Die vier großen Städte Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht hab ich euch im Artikel „Städtereise nach Holland – nur in welche Stadt?“ schon vorgestellt. Und wie damals versprochen, gibt es jetzt Tipps für einige kleinere Städte in den Niederlanden, in die sich ein Städtetrip auf alle Fälle lohnt.

Warum nicht mal nach Alkmaar?

Ein Gastblog von Richard Thalgott vom Fotoblog snea.nl

Ein Jahr bevor ich nach Holland gezogen bin hat mir ein Geschäftspartner zugeflüstert: „Tue den Holländern und dir einen Gefallen, wenn du hierher ziehst. Lern die Sprache, das finden die Menschen sympathisch."

Das hat mir Eindruck gemacht und mich so berührt, dass ich, als wir ein Jahr später nach Holland gezogen sind, als erste Priorität hatte, die Sprache zu lernen.

richard thalgott stokjes

Bunt gemischtes Volk flaniert durch die Gänge der Van Nelle Fabrik. Galeristen in seriös wirkendem Business-Outfit und die etwas Extravaganten, die den Kunstwerken an der Wand ähneln. Junge Kunststudenten sind in Gruppen unterwegs und dazwischen bewegen sich die mehr oder weniger kunstbeflissenen „Normalos“.

Es ist Art Week in Rotterdam. Sonst verschlossene Türen öffnen sich und bisher verborgene Räume bieten in diesen Tagen Platz für Kunst, Design und ihre Bewunderer. Das Industriedenkmal Van Nelle Fabrik und der 50er-Jahre Passagierdampfer SS Rotterdam sind dabei nicht nur Dekor für die Ausstellungsstücke, sondern Teil eines Gesamtkunstwerks.

art rotterdam

Nur für den Sommer wurde dieser Landsitz im 17. Jahrhundert gebaut. Ursprünglich in viel bescheideneren Ausmaßen und umgeben von nichts als Natur. Statthalter, Kronprinzen und Eroberer kamen und gingen als zeitliche Bewohner von Paleis Soestdijk. Erst mit Königin Juliana und Prinz Bernhard bekam das Schloss dauerhafte Bewohner.

Für unseren Ausflug zum Schloss werden wir standesgemäß abgeholt und chauffiert. Keine von Pferden gezogene Kutsche fährt vor, sondern ein von einem Dieselmotor angetriebenes Tuk-Tuk. Die warmen Decken über den Beinen passen dann aber wieder ganz gut zum Kutschen-Feeling und der Spaß dabei sowieso.

paleis soestdijk

„Amersfoort ist die verborgene Perle der Niederlande“, schwärmt die Dame an der Hotel-Rezeption. „Wirklich“, packt sie noch schnell oben drauf. Vermutlich hat sie das Schmunzeln auf unseren Gesichtern entdeckt, denn etwas in der Art sagen Hotelangestellte von ihrer Stadt ja häufig.

Dass sie keineswegs übertrieben hat, erkennen wir gleich nach den ersten Schritten durch die Altstadt dieses Städtchens. Der gut erhaltene mittelalterliche Stadtkern, der selbst an diesem sehr kalten Januarmorgen Gemütlichkeit ausstrahlt, überzeugt uns blitzschnell.

amersfoort

Es war 4 Uhr morgens, als die ersten Deiche brachen. Mit aller Macht strömte das Wasser in die niedrigen Polder dahinter. In nur einer halben Stunde stieg das Wasser mancherorts um 3 Meter. Zu schnell für viele Menschen, um sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

Dass in dieser Nacht zum 1. Februar 1953 die Konstellation von Erde, Sonne und Mond für besonders ausgeprägte Gezeiten sorgte, war nicht ungewöhnlich. Dass dazu ein Orkan über dem Nordatlantik riesige Wassermassen in die Nordsee drückte, schon.

holland wasser zeelandbrücke

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