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Zweitwohnsitz in Holland
- mireiner
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zuerst einmal großes Kompliment für diese Seite! Ich möchte in den nächsten Jahren sehr gerne nach Holland auswandern und habe dazu hier schon viele nützliche Informationen gefunden.
Ich bin aus gesundheitlichen Gründen erwerbsunfähig und deshalb seit einiger Zeit Frührentner. Da ich ein eher vorsichtiges Naturell bin, möchte ich in Holland erst einmal eine Zweitwohnung mieten und wechselweise im Jahr in Deutschland und Holland leben, um zu sehen, ob meine Vorstellungen von Holland mit der Wirklichkeit übereinstimmen.
Ich denke, daß es sich zwischen Oldenburg, meinem jetzigen Wohnort und Groningen, wohin ich gerne einmal ziehen möchte, gut pendeln läßt, weil die beiden Städte nicht sehr weit von einander entfernt liegen.
Meine Krankenkasse und Ärzte wollte ich erst einmal weiter in Deutschland behalten. Und die Rentenversicherung weiter über meine deutsche Adresse laufen lassen. Auch meine Bankverbindung möchte ich in Deutschland behalten und mein Auto in Deutschland angemeldet lassen.
Ich denke mal, daß ich den Zweitwohnsitz bei der Gemeinde in Groningen anmelden muss. Sonst fällt mit aber nichts ein, was noch zu tun wäre. Ist das so einfach, wie ich mir das vorstelle, oder gibt es noch mehr zu beachten?
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- nach-holland
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vielen Dank für das Kompliment, das freut mich natürlich ganz besonders.
Dein Plan hört sich ganz gut an. Wenn man die Möglichkeit hat, so wie Du, ist Probewohnen sicher eine gute Idee.
Ich würde es so einfach, wie möglich halten. Du bewegst dich damit ein wenig in einer Grauzone, was aber durchaus Vorteile haben kann. Rein rechtlich müsstest Du dich bei der Gemeinde anmelden, falls Du vor hast länger als 4 Monate am Stück dort zu wohnen. Du müsstest niederländische KFZ-Steuer bezahlen, wenn Du länger als 2 Wochen mit deutschen Kennzeichen auf niederländischen Straßen unterwegs bist.
Aber das ist die Theorie, denn in der Praxis, werden das die wenigstens Langzeit-Touristen, die z.B. ein paar Wochen/Monate in ihrem Mobilheim in NL wohnen, das so machen. Es ist für niederländische Behörden auch sehr schwer zu kontrollieren.
Ob du dich anmeldest oder nicht hängt wahrscheinlich von deiner Wohnung in Groningen ab. Falls es ein Ferienhaus, z.B. in einem Ferienpark ist, hast Du keine eigene Adresse und kannst dich somit nicht anmelden. Bei einer eigenständigen Wohnung, wo Du dich dann selbst um die Anmelddung von Strom, Wasser, Telefon etc. kümmern musst, wirst Du evtl. eine BSN Nummer brauchen und damit auch eine Anmeldung bei der Gemeinde.
Falls Du dich dann entscheidest tatsächlich in NL zu wohnen, kannst Du dich bei der Krankenkasse anmelden (versichert bleibst Du als Rentner in D) und das Auto einführen. Nicht vergessen, das Auto als Umzugsgut BPM Steuerfrei einführen, geht nur innerhalb 6 Monate nach der Registrierung bei der Gemeinde.
Gruß Simone (nach-holland)
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- mireiner
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danke für Deine Antwort!
An ein Ferienhaus / Wohnung hatte ich noch gar nicht gedacht. Ich vermute mal das es in einer Stadt wie Groningen davon ohnehin nur ein begrenztes Angebot geben wird und die auf Dauer zu teuer sein werden. Meine finanziellen Mittel als Rentner sind beschränkt. Deshalb wollte ich im Frühsommer für 2-3 Wochen erst einmal auf den Groninger Campingplatz im Zelt übernachten (der liegt idylisch und stadtnah im Stadtpark) und von dort aus eine günstige Mietwohnung suchen. Ich weiß daß klingt ein wenig abenteuerlich - aber einen Versuch ist es wert.
Wenn ich eine Zweitwohnung (zur Miete) in Groningen gefunden habe, werde ich zwar immer spätestens alle 2 Wochen wieder für ein paar Tage nach Oldenburg fahren um in meiner Wohnung dort nach dem rechten zu sehen (Telefonanrufe, Freunde, Postfach etc.), aber der Mietvertrag meiner Zweitwohnung in Holland läuft natürlich weiter, sodaß ich mich dann wohl in Groningen anmelden werde müssen - wenn ich Dich richtig verstehe.Rein rechtlich müsstest Du dich bei der Gemeinde anmelden, falls Du vor hast länger als 4 Monate am Stück dort zu wohnen.
Muß jemand mit Zeitwohnsitz in Holland also zweimal KFZ-Steuer bezahlen (einmal in Deutschland und dann zusätzlich in Holland)? Klingt merkwürdig. Was ist denn mit jemanden, der in Holland 6 Wochen mit seinem Auto Urlaub machen wollte - der wäre ja auch länger als 2 Wochen auf den Straßen in Holland unterwegs?Du müsstest niederländische KFZ-Steuer bezahlen, wenn Du länger als 2 Wochen mit deutschen Kennzeichen auf niederländischen Straßen unterwegs bist.
Wie ist es eigentlich in einem medizinischen Notfall / Unfall in Holland, wenn ich in Holland in meinem Zweitwohnsitz bin, in Deutschland jedoch noch meinen Hauptwohnsitz habe und dort krankenversichert bin? Brauche ich da einen Auslandskrankenschein von meiner gesetzlichen Krankenkasse, oder muß ich mich dann auch bei der Krankenversicherung in Holland anmelden?
Das Konstrukt aus Hauptwohnung in Oldenburg und Zweitwohnung in Groningen wollte ich ca. 6-12 Monate aufrechterhalten und mich dann entscheiden, ob ich danach ganz nach Groningen ziehe und meine Zelte in Deutschland abbreche. - Aber wer weiß wie das Leben spielt? Wenn mich Groningen mit offenen Armen empfängt, kann das natürlich alles auch viel schneller gehen.
Danke und Grüße,
Bernd
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- nach-holland
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so verwegen finde ich deine Idee nicht. Eigentlich sogar eine richtig gute Idee
Ferienwohnungen könnten evtl. sogar günstiger sein, als reguläre Mietwohnungen. Oft werden Mobilheime oder Chalets auf den Campingplätzen oder in Ferienparks günstig für längere Zeiträume vermietet. Du bist ja dann vor Ort und kannst dich auch über diese Möglichkeit mal informieren. Bei der Gemeinde anmelden kann man sich bei diesen Häusern, aber meist nicht, da sie keine eindeutige Adresse haben.
Bei eine normalen Mietwohnung ist es wahrscheinlich etwas komplizierter. Der Vermieter will wahrscheinlich eine niederländische Bankverbindung, dafür braucht man eine BSN Nummer und die bekommt man bei der Anmeldung bei der Gemeinde. Kommt natürlich alles auf den Vermieter an.
Was das Auto betrifft, das mit den 2 Wochen gilt für Menschen mit einem Wohnsitz in den Niederlanden. Also nicht für Urlauber. Falls man 2 Wohnsitze hat und das nachweisen kann, kann man vielleicht sich freistellen lassen. Aber diese Möglichkeit wird nicht offiziell als Ausnahme genannt. Keine Ahnung, ob es funktionieren würde. Aber es wird nicht sonderlich kontrolliert. Die Chance, dass man Probleme bekommt ist nicht extrem groß.
Für den Krankenversicherungsschutz als Urlauber in den Niederlanden gibt es eine gute Broschüre .
Gruß Simone
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- mireiner
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vielen Dank für Deine Tips und Antworten, sie haben mir sehr geholfen!
Grüße,
Bernd
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- gordinlev
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Wir überlegen es uns mit meiner Frau ein Haus in Holland (Vaals) zu kaufen, da Aachen sehr teuer geworden ist.
Als Selbstständige sind wir zu 99% in DE unterwegs und deshalb brauchen auch 2 Autos. Ich habe gesehen, dass die KFZ-Steuer in Holland sehr teuer ist und außerdem käme man praktisch aus dem Deutschen Steuersystem und den Vorteilen, die man in Deutschland als Steuerzahler hat.
Was ich nirgends finden konnte ist ein Vergleich der Einkommensteuer zwischen den Länder. Wie sieht es mit dem Kindergeld aus?
Ist eine Idee von einem Hauptwohnsitz (z.B. eine kleine Wohnung) in DE und einem Nebenwohnsitz (Haus) in den Niederlanden denkbar?
Mit welchen Kosten bei einem Hauptwohnsitz in NL muss man rechnen?
Danke im voraus für die Ratschläge
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- nach-holland
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eure Frage ist von mir sehr schwer zu beantworten. Bei Selbstständigen gibt es sehr viele unterschiedliche Steuervarianten, wo man mit was steuerpflichtig ist usw. Dies ist abhängig von der Art des Einkommens, wo das Einkommen erzielt wird ...
Erste Informationen findet ihr in der Grenzgänger-Broschüre , ansonsten wäre eine Beratung bei der Grenzgänger Beratungsstelle oder einem internationalen Steuerberater sicher sinnvoll.
Bei 2 Wohnsitzen in 2 Ländern hat man immer 2 Hauptwohnsitze. Die Begriffe Haupt- und Nebenwohnsitz gibt es nur im Zusammenhang mit 2 Wohnsitzen im selben Land.
Über die Kosten bei Eigentum in den Niederlanden habe ich hier schon einiges aufgelistet.
Zur Einkommenssteuer bei Selbstständigen gibt es auch hier noch einige Antworten.
Ich hoffe, dass hilft schon mal etwas. Ansonsten einfach fragen.
Gruß Simone von nach-holland.de
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- mireiner
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nun 1 1/2 Jahre später, stellt sich meine Idee nach Groningen zu ziehen immer mehr als illusionärer Traum heraus, weil die Mietpreise für eine schöne Wohnung bei weitem zu hoch für mich sind.
Dabei habe ich überhaupt keine überzogenen Ansprüche. Mit einer gepflegten Wohnung mit ca. 60-70qm wäre ich zufrieden. Bei Pararius ( www.pararius.com ) betragen die Preise dafür aber mindestens 1200 Euro und sind damit mindestens doppelt so hoch, wie eine vergleichbare Wohnung in Leer, Aurich oder Oldenburg. Sind denn alle Holländer Millionäre, oder verdienen so viel mehr - wie kann das sein??
Mit meinen knapp 2000 Euro Rente würde ich damit in Holland völlig verarmen.
Aber vielleicht sollte ich auch überhaupt nicht auf die Preise bei Pararius schauen (mit den vielen grauenhaften Unterkünften in meinem Preisbereich), weil ich mit meiner kleinen Rente sicher Anspruch auf eine Sozialwohnung in Holland habe.
Jedoch finde ich überhaupt keine Sozialwohnungen im Internet angeboten und habe auch noch keine Bilder gesehen, ob ich mich dort wohlfühlen könnte. Die vielen schrecklichen Wohnungsbilder aus Groningen im Internet sind ja für jeden Alptraum bestens geeignet.
Nun frage ich mich, ob es noch Sinn macht, einen ganz neuen Anlauf zu wagen und dabei zu versuchen die bisherigen Eindrücke hinter mich zu lassen. Sprich einfach einmal nach Groningen zu fahren und mich dort persönlich bei der Gemeinde nach einer Sozialwohnungen für mich zu erkundigen?
Oder ob das Grauen dann nur noch größer wird?
Desillusionierte Grüße,
Bernd
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- Steffen
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Danke auch für die hilfreichen Beiträge, die sofort ganz oben bei Google zu finden sind!
Ich habe noch diese kurze Doppelseite gefunden, die einen hilfreichen schnellen Überblick gibt:
grenzinfopunkt.eu/down/kurzinfo_NL-D_de.pdf
Steffen
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- nach-holland
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das freut mich, dass auch Google nach-holland.de inzwischen mag
Ganz herzlichen Dank für den Link, tolle Zusammenfassung!
LG Simone
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