Sparen im Hollandurlaub
Die Niederlande ist definitiv kein Billig-Reiseland. Ein Restaurantbesuch, der Eintritt im Freizeitpark oder schon das Parken in der Innenstadt kann die Reisekasse ganz schön in Mitleidenschaft ziehen.
Aber auch in Holland kann man ein paar Euros sparen. Auf dieser Seite gibt es ein paar allgemeine Spartipps und immer wieder neue Informationen zu Aktionen und Angeboten.

Inhaltsverzeichnis
Sparen beim Übernachten
Ja, es ist leider wahr. Die Preise für Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze in den Niederlanden steigen stetig. Höhere Kosten für Energie, Personal und auch höhere Tourismus-Abgaben an die Gemeinden sind dafür wohl verantwortlich.
Dazu kommt seit dem 1. Januar 2026 eine Mehrwertsteuer-Erhöhungen von 9 % auf 21 % für Übernachtungen in Hotels, B&Bs und Ferienhäusern. Nur Übernachtungen auf Campingplätzen im eigenen Zelt, Camper oder Wohnwagen sind von der Erhöhung ausgenommen.
Einige Ideen, damit die Kosten für die Unterkunft nicht euer Budget sprengen, habe ich für euch gesammelt.
1. Günstigere Reisezeit
Das größte Sparpotenzial bei den Unterkünften liegt bei der Reisezeit.
Einen Kurzurlaub in einem Ferienhaus /- park bucht man günstiger, wenn man von Montag bis Freitag reist statt am Wochenende. Dagegen kann man in den größeren Städten manchmal am Wochenende günstiger in einem Business-Hotel unterkommen.
Generell sind die Ferien, vor allem die Sommerferien, am teuersten. Wenn es für euch möglich ist, solltet ihr in den Zeiten außerhalb der Schulferien reisen. Beachtet dabei auch die Ferienzeiten in den Niederlanden.
2. Alternatives Reiseziel
Wer mit schulpflichtigen Kindern reist, ist natürlich auf die Ferien angewiesen. Da bleibt nur die Möglichkeit einen günstigeren Urlaubsort zu finden.
So muss es z.B. nicht immer ein Urlaub am Meer sein. Die Unterkünfte an der Küste sind vor allem im Sommer im Allgemeinen viel teurer als im Hinterland. Schaut euch meine Tipps für Unterkünfte am Wasser oder im Grünen an. Auch dort kann man einen wunderbaren Urlaub verbringen.
3. Alternative Unterkunft
Unabhängig vom Ort kann man auch bei der Art der Unterkunft etwas sparen. Wer gerne ein Ferienhaus mietet, kann statt einem Ferienpark auch einen Campingplatz wählen. Auch dort stehen Miet-Unterkünfte zur Verfügung, die häufig etwas günstiger sind. In Mobilheimen, Chalets oder auch in komfortabel eingerichteten Safari-Zelten findet die ganze Familie Platz. Bei der Größe der Räumlichkeiten muss man dabei teilweise etwas Abstriche in Kauf nehmen. Der Komfort hingegen, kann durchaus mit "normalen" Ferienhäusern mithalten.
Wer auf der Suche nach einem Hotelzimmer ist, in einer Stadt oder auch im Grünen, sollte sich die Angebote von HotelSpecials anschauen. Dort sind immer wieder gute Angebote zu finden. Auch eine Vergleichsseite wie Trivago, die die Preise für Hotelzimmer von verschiedenen Anbietern vergleicht, kann euch helfen ein günstiges Hotel-Angebot zu finden.
Als Familie aber auch als Paar sind die Stayokay Hostels eine günstige Alternative zu Pensionen oder Hotels. Die Jugendherbergen sind schon längst nicht mehr nur für Jugendliche gedacht und bieten Mehrbett- und auch Zweibett-Zimmer meist mit eigenem Bad an schönen Orten.
4. Angebote und Last Minutes
Last but not least, lohnt es sich immer auf Sonderaktionen und Last-Minutes zu achten.
Einige besondere Angebote sowie zahlreiche Links zu den Frühbucher- und Last-Minute Angeboten der verschiedenen Anbieter habe ich auf der Seite Urlaub mit Rabatt für euch zusammengestellt. Oder ihr abonniert unseren Newsletter, die Nach-Holland-Notizen, dort gibt es ungefähr einmal im Monat nicht nur interessante Infos und Tipps. sondern auch tolle Schnäppchen-Angebote.
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Ich nutze die Kreditkarte selbst. Meinen Erfahrungsbericht habe ich in einem Artikel auf hand-gepaeck.de veröffentlicht.
Sparen bei den Verkehrsmitteln
Wenn ihr euch nicht die ganze Zeit an einem Ort aufhaltet (was sehr schade wäre), werdet ihr es mit irgendwelchen Verkehrsmitteln zu tun haben.
Auto
Die meisten Besucher aus Deutschland reisen mit dem Auto an und da fängt das Sparen schon an. Im Allgemeinen tankt man in Deutschland günstiger als in den Niederlanden. Bei Benzin liegt der Unterschied meist bei mindestens 15 Cent, bei Diesel ist der Unterschied nicht so groß. Es lohnt sich also noch einmal zu tanken bevor man über die Grenze in die Niederlande fährt.
Grundsätzlich sollte man in den Niederlanden die Tankstellen direkt an der Autobahn meiden. Dort sind die Preise meist noch einmal 10 - 20 ct höher. Extrem unterschiedliche Preise innerhalb eines Tages wie in Deutschland gibt es in den Niederlanden übrigens nicht.
Ein Auto muss man irgendwann einmal parken und das kann richtig teuer werden. Vor allem die Großstädte, insbesondere Amsterdam, sind extrem teuer. So kann ein Parkplatz im Zentrum Amsterdam bis zu 60,- Euro am Tag kosten. Auf einem der P & R Parkplätze rund um die Stadt zahlt man nur einen Bruchteil, wenn man den öffentlichen Nahverkehr ins Zentrum nutzt. Man kann sein Auto dort bis zu 96 Stunden parken, das heißt es ist auch für ein langes Wochenende ganz praktisch, wenn das Hotel keinen oder nur einen teuren Parkplatz anbietet.
Auch bei Freizeitparks, Zoos und anderen Attraktionen sind die Parkplätze sehr oft kostenpflichtig. Da kann es sich lohnen, wenn möglich, in einiger Entfernung zu parken und einen kurzen Fußmarsch in Kauf zu nehmen.
Auf alle Fälle solltet ihr nicht ohne Parkticket parken oder eure Parkzeit überziehen. Die Strafen in den Niederlanden für Falschparken sind sehr hoch.
Zug
Anreise
Für die Anreise in die Niederlande mit dem Zug solltet ihr euch unbedingt die Sparpreis-Angebote der Deutschen Bahn anschauen. Und wisst ihr, dass ihr mit dem Deutschlandticket auch in manche niederländischen Grenzorte fahren könnt? Für welche Strecken das Ticket gültig ist, habe ich auf der Seite "Anreise in die Niederlande" aufgelistet.
Zugfahrten in den Niederlanden
Wenn ihr bereits in den Niederlanden seid, könnt ihr auch für Ausflüge den Zug nutzen. Das spart nicht nur die Tankkosten, sondern auch die Kosten für den Parkplatz.
Um möglichst günstig den Zug in den Niederlanden zu nutzen gibt es einige Möglichkeiten. Bis zu 60% Rabatt gibt es für die sogenannten NS PrijsTijd Deals, d.h. für Fahrkarten, die vorab für eine bestimmte Strecke außerhalb der Hauptverkehrszeit gekauft werden. Je früher man bucht und je "ruhiger" die Strecke, desto höher der Rabatt. Die Fahrkarten gibt es nur als E-Ticket direkt von der Website der niederländischen Bahn NS.
Kinder reisen in den Niederlanden immer sehr günstig, sodass eine Zugfahrt vor allem für Familien eine gute Sparmöglichkeit sein kann. Kinder unter 3 Jahren reisen gratis und von 4 bis 11 Jahren reisen sie für 2,50 Euro mit dem sogenannten Railrunner Ticket. Pro Erwachsenem (ab 18 Jahren) können 3 Kinder mitreisen.
Bei mehreren Erwachsenen oder größeren Kinder kann man das Gruppenticket nutzen. Das lohnt sich aber meist nur für längere Strecken, das das Gruppenticket nur für eine einfache Fahrt auf einer vorab festgelegten Strecke gültig ist. Nutzen kann man es für 2 - 7 Erwachsene außerhalb der Pendler-Zeiten (also nicht von 6.30 - 9 Uhr und von 16 - 18.30 Uhr). An Wochenenden darf man unbeschränkt reisen. Das Ticket ist nur als E-Ticket erhältlich und kostet 2026 für 2 oder 3 Personen 38,50 Euro, jede weitere Person kostet 4,50 Euro Aufschlag. Bezahlen kann man die Online-Buchung mit Kreditkarte.
Wer regelmäßig in den Niederlanden mit der Bahn unterwegs ist, sollte sich die verschiedenen Abonnementen anschauen. Vor allem, wenn man außerhalb der Hauptverkehrszeiten reist, gibt es günstige Monats-Abos durch die man um 40 % günstiger oder sogar umsonst Zug fahren kann.
ÖPNV
Bei der Nutzung von Bus, Metro oder Straßenbahn kann man mit der richtigen Fahrkarte einiges sparen. Als Standard-Fahrkarte wird in den Niederlanden aktuell noch die OV-Chipkaart genutzt. Diese Karte wird vorab mit Guthaben aufgeladen und der zu bezahlende Fahrpreis wird je nach gefahrener Strecke abgebucht. Jedoch kostet die Karte € 7,50 die auch nicht zurück erstattet werden, sodass sich ein Kauf nur bei häufigerer Nutzung lohnt.
Alternativ kann man inzwischen auch direkt die Bankkarte bzw. Kreditkarte nutzen und bezahlt damit den gleichen Tarif. Dieses System nennt sich OV-Pay und habe ich auf der Seite "Öffentlicher Nahverkehr in Holland" näher beschrieben.
Einzelfahrscheine bzw. Fahrscheine mit einer Gültigkeit von 1 bzw. 2 Stunden sind zwar ebenfalls erhältlich. Diese sind jedoch besonders auf kurzen Strecken bedeutend teurer. In größeren Städten empfiehlt es sich in diesem Fall Tageskarten zu kaufen, mit denen man den ganzen Tag alle Verkehrsmittel (außer Zug) nutzen kann.
Fahrrad
Kleinere Strecken können natürlich auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. In der Stadt ist dies nicht nur das billigste, sondern auch das schnellste Fortbewegungsmittel. Die Fahrradwege sind sehr gut ausgebaut und es gibt überall, zum Teil auch bewachte, Fahrrad-Abstellplätze. Da die Niederlande sehr flach ist, sind Strecken von ca. 20 km auch für Ungeübte ohne Probleme zu bewältigen.
Wenn ihr kein eigenes Fahrrad mit habt, könnt ihr euch an sehr vielen Stellen Fahrräder mieten. In größeren Städten gibt es meist spezielle Fahrradmiet-Stationen, in kleineren Ortet vermietet häufig der örtliche Fahrradhändler. Auch in Hotels, Ferienparks und auf Campingplätzen kann man sich Fahrräder ausleihen.
Wer eine persönliche OV-Chipkaart für den ÖPNV in den Niederlanden besitzt, sollte unbedingt das kostenlose Abo für OV-fiets abschließen. Damit kann man pro OV-Chipkaart zwei Fahrräder zu einem sehr günstigen Preis mieten. Die Fahrräder gibt es an den meisten Bahnhöfen.

Sparen bei Attraktionen und Sehenswürdigkeiten
Die Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten schlagen bei einer Reise schnell zu Buche. Die Kosten eines Besuchs in einem Freizeitpark oder Zoo werden als Familie schnell dreistellig. Wenn man vorab etwas plant, kann man jedoch ein paar Euros sparen.
1. Online-Tickets
Einen Ausflug mit der ganzen Familie in einen Freizeitpark kann schon ein kleines Vermögen kosten. Eine Möglichkeit um etwas Geld zu sparen hat man, wenn man die Eintrittskarten vorab online kauft. Bei den günstigsten Tickets muss man sich inzwischen häufig auf einen speziellen Tag festlegen, manchmal auch für ein Zeitfenster. Nicht nur Freizeitparks, auch andere Attraktionen, wie Zoos, Museen oder auch Wellnessbäder bieten oftmals diese Möglichkeit.
Auf Ticket-Plattformen wie Get Your Guide oder Tiqets erhält man Eintrittskarten für sehr viele Sehenswürdigkeiten, Attraktionen und Aktivitäten in niederländischen Städten. Tickets mit einigen Euros Rabatt für viele Freizeitparks sowie andere Attraktionen gibt es online häufig auf der Website Tripper.nl. Die Tickets bekommt man dann sofort per E-Mail zugeschickt und kann sie selbst ausdrucken bzw. auf dem Handy nutzen.
2. Städtepass
Wenn man mehrere Museen und anderen Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, lohnt es sich einen Städtepass oder eine City-Card zu kaufen. Mehrere Städte haben diese Ermäßigungskarten im Angebot. Oft sind daran zusätzlich Tageskarten für den öffentlichen Nahverkehr verbunden.
Für Rotterdam gibt es die digitale Rotterdam City Card für 1, 2 oder 3 Tage.
Für Amsterdam gibt es die I Amsterdam City Card, die es für 1,2, 3, 4 oder 5 Tage gibt.
Lesetipp im Nach-Holland-Blog: 3 Tage auf Museumstour mit der I amsterdam City Card
3. Museumkaart
Wer sehr gerne ins Museum geht und vielleicht sogar mehrmals im Jahr nach Holland fährt, dem kann ich die Museumkaart empfehlen. Die Karte ist ein Jahr gültig und kostet aktuell für Erwachsene € 75,-, für Jugendliche und Kinder die Hälfte, d.h. mit 3 - 4 Museumsbesuchen im Jahr lohnt sich die Karte schon.
Mit einer Museumkaart kann man über 500 Museen in den Niederlanden gratis besuchen. Darunter sind auch die größten und bekanntesten Museen, wie z.B. das Rijksmuseum in Amsterdam.
Inzwischen gibt es die Museumkaart auch digital. Nach dem Online-Kauf kann man sie direkt nutzen. Möchte man lieber eine Plastikkarte, dauert es ca. 1 Woche bis man sie erhält.
Wenn man sie nicht online kaufen möchte, ist es auch möglich, sie an der Kasse größerer Museen zu erhalten, jedoch ist diese Karte ohne Passfoto zuerst auf maximal 31 Tage Gültigkeit begrenzt und berechtigt zu 5 Museumsbesuchen. Erst nach Registrierung auf der Website erhält man die richtige Museumkaart mit Foto mit unbeschränkter Nutzung für ein Jahr.
Sparen bei Essen und Trinken
Restaurants
Wie in anderen Urlaubsgebieten auch, sind die günstigeren Restaurants in der zweiten Reihe. Also direkt am Strand oder auf dem zentralen Platz der Stadt zahlt man einfach ein paar Euros mehr.

Günstiger isst man in den Niederlanden in einem Eetcafé oder Eethuis. Das sind kleinere Cafés und Restaurants mit einer meist etwas eingeschränkten Speisekarte.
Auch in sehr vielen Abholrestaurants kann man sehr oft günstig und gut essen. Die Räumlichkeiten sind meist eingeschränkt und das Ambiente etwas einfach, aber das Essen oft um so besser.
Ihr solltet vor allem nicht verpassen, die in Deutschland weniger bekannten Gerichte aus Suriname oder Indonesien zu probieren. Genannt werden die einfachen Restaurants häufig Warum oder Toko.
In der Stadt gibt es auch bei Hema günstige kleine Mahlzeiten und Snacks. Hema ist ein Warenhaus, dass es beinahe in jeder Stadt gibt und es ist immer auch ein Buffetrestaurant angegliedert.
Auch das Buffetrestaurant La Place findet man in vielen Städten und kann dort günstig und sehr gut essen und bei Ikea gibt es neben den normalen Mahlzeiten und Snacks, auch Frühstück für einen kleinen Preis.
Supermarkt
Für kleine Snacks, wie Sandwiches, Wraps oder Salate, bieten die Supermärkte in den Niederlanden ein umfangreiches Sortiment. Auch Urlauber, die die Möglichkeit haben zu kochen, können sich dort natürlich prima versorgen.
Discounter, wie Lidl und Aldi gibt es auch in den Niederlanden. Dazu noch weitere "reguläre" Supermarktketten, wie z.B. Albert Heijn, Plus oder Dirk. Außer bei den Discountern bekommt man meist bei Dirk die günstigsten Preise.
Für Sonderangebote sind teilweise Kundenkarten nötig. Die Plus-App von Lidl funktioniert wie in Deutschland auch. Um sie in den Niederlanden zu nutzen, muss man einfach nur das Land in den Einstellungen ändern. Für Albert Heijn gibt es ebenfalls eine App oder man holt sich an der Kasse bzw. am Service-Schalter eine Bonus-Kaart. Diese ist gratis und kann sofort genutzt werden.
Was ist in den Niederlanden teurer als in Deutschland?
Einiges ist in den Niederlanden etwas teurer, was zum Teil an der höheren Mehrwertsteuer von 21 % liegt. Bei einigen Produkte ist der Unterschied jedoch gravierender. Das wären z.B.:
- Benzin
- Tabak und Zigaretten
- hochprozentiger Alkohol (Schnaps usw.)
- Sekt
- Mineralwasser
- Coca-Cola
- Kosmetik- und Drogerie-Artikel
- Sonnencreme
- Butter
- Eier
- Fleisch (auch häufig schlechtere Qualität)
Obst und Gemüse sind dagegen in den Niederlanden häufig günstiger, vor allem auf den Märkten in den Niederlanden. Auch einfache Medikamente wie z.B. Schmerzmittel, die in den Niederlanden in Drogerien und Supermärkten verkauft werden, sind häufig bedeutend günstiger. Bei Kleidung kann man das ein oder andere gute Angebot finden, Rabatte bis zu 70 % sind dort häufig auch außerhalb der "normalen" Ausverkaufszeiten zu finden.


